ModezarStefano Gabbana will nicht mehr als „schwul“ bezeichnet werden

Für den Mitinhaber von "Dolce&Gabbana" zählt das Menschsein und nicht die sexuelle Orientierung.

Stefano Gabbana, Domenico Dolce
Stefano Gabbana, Domenico Dolce © (c) AP (ALBERTO PELLASCHIAR)
 

Der italienische Modepapst Stefano Gabbana will nicht mehr als "schwul" bezeichnet werden. "Ich will nicht als schwul bezeichnet werden, weil ich ein Mensch bin. Ich finde es unglaublich, dass man heute noch diesen Begriff verwendet", so der Designer im Interview mit der Tageszeitung "Corriere della Sera" am Sonntag.

"Ich bin biologisch betrachtet ein Mann. Das Wort schwul ist von jenen entworfen worden, die etikettieren müssen. Ich will nicht aufgrund meiner sexuellen Orientierung identifiziert werden", berichtete der 55-jährige Mitinhaber des Modekonzerns "Dolce&Gabbana".

Den Beschluss, das Wort "Gay" abzulehnen, habe er vor einem Jahr gefasst. "Eine öffentliche Persönlichkeit zu sein, kann zur Verbreitung einer neuen Kultur dienen. Diese soll nicht auf Schwulenrechte, sondern auf Menschenrechte basieren. Bevor wir schwul, hetero- oder bisexuelle sind, sind wir Menschen", sagte der Mailänder. Er habe ein T-Shirt mit dem Slogan "I am a man, I am not a gay" entworfen, das er selber bald tragen werde. "Klassifizieren führt nur zu Problemen: Schwulenkino, Schwulenlokale, Schwulenkultur. Wovon sprechen wir? Kino, Bücher und Kultur gehören allen", sagte der Designer.

Nach dem Ende seiner 20-jährigen Beziehung zu Domenico Dolce sei er wieder verliebt, er wolle jedoch nicht heiraten. "Ich glaube nicht an die Ehe. Ich bin ein Katholik, doch ich frage mich: Wie kann ich vor Gott schwören, dass diese Gefühl lebenslang halten wird?", so Gabbana.

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