Neue ImpulseDas war die Auftaktveranstaltung des Leserforums

Zum ersten Mal hat das Leserforum der Kleinen Zeitung getagt. Zum Auftakt wurde der Rahmen der Zusammenarbeit abgesteckt und gleich einige große Fragen besprochen.

© (c) Jürgen Fuchs, Kleine Zeitung
 

Die Motive könnten unterschiedlicher nicht sein. Margit Nöhrer interessiert sich für das "Spannungsfeld von wirtschaftlichen Gegebenheiten und journalistischer Verantwortung", Daniel Nauschnegg möchte mehr über "die Macht der Medien" erfahren. Ludmilla Reisinger hat soeben die Matura bestanden, überlegtn Journalistin zu werden und nutzt die Chance, "in die Branche reinzuschauen". Christof Weber sucht den Dialog mit den Medienmachern: "Ich erwarte mir Gelegenheit zur Diskussion."

Am Freitag haben sie sich im Konferenzraum der Kleinen Zeitung zum ersten Mal getroffen: 25 Lesermandatare aus der ganzen Steiermark, quer durch alle Altersgruppen und Berufsfelder. Sie alle werden die Kleine Zeitung künftig begleiten, als Gesprächspartner und Impulsgeber, als Beraterteam und Resonanzeinheit bei kleinen und großen Richtungsentscheidungen der Kleinen Zeitung.

Wieso das plötzlich ein Thema ist? Weltweit ringen klassische Medien mit dem Schwund ihrer Glaubwürdigkeit, nicht zuletzt sorgen die Echoräume des Internet mit ihrem breiten Angebot alternativer Fakten für Auflagenrückgänge. Die Kleine Zeitung, mit derzeit 853.000 Leserinnen und Lesern in Kärnten und der Steiermark unangefochtene Marktführerin in Österreichs Süden, intensiviert genau aus diesem Grund den Dialog mit ihrer Leserschaft. In der Hoffnung, dass Transparenz und Gesprächsbereitschaft in guten Zeiten das Vertrauen stärken, ehe sich überhaupt Krisen breitmachen.

Wie sieht diese Zusammenarbeit aus? Die ehrenamtlichen Lesermandatare, ausgewählt aus rund 500 Freiwilligen, werden das Team der Kleinen Zeitung unter anderem mit Verbesserungsvorschlägen für die Printausgabe und die Online-Auftritte unterstützen.
Sie werden neue redaktionelle Produkte testen, Rückmeldung zu Schwerpunktsetzungen in der Berichterstattung geben und als Anwälte der gesamten Leserschaft fungieren.

Vor diesem Hintergrund kamen beim Auftakttreffen der Lesermandatare mit Geschäftsführer Thomas Spann, Chefredakteur Hubert Patterer und Redaktionsmanager Bernd Olbrich auch gleich einmal die großen Fragen aufs Tapet. Woran sich die politische Unabhängigkeit der Kleinen Zeitung messen lasse, wollte etwa Michael Rahm wissen: "Unser Anspruch ist, dass am Ende dieses Wahlkampfs alle Parteien gleichermaßen mit uns hadern", so die Antwort von Chefredakteur Hubert Patterer. "Wenn alle zürnen, ist es für uns ein Indiz, dass die Zeitung im Lot ist." Und die  kolportierte Nähe zur Kirche? „Die Kleine Zeitung steht geschichtlich auf einem christlich orientierten Fundament. Sie wurde 1904 durch den katholischen Pressverein gegründet und ist heute im Besitz einer Stiftung. Es gibt keinerlei redaktionelle Einflussnahme, aber es wird Ihnen aufgefallen sein, dass Fragen des Spirituellen bei uns eine größere Rolle spielen als in anderen Zeitungen – etwa in der Osterzeit oder zu Weihnachten“, erläuterte Patterer. Der Zuspruch der Leser ermutige dazu.

Gottfried Gerngroß wollte über die Notwendigkeit von Werbeeinschaltungen Bescheid wissen: "Auch breit gestreute Inserate sichern unsere politische Unabhängigkeit ab", so Redaktionsmanager Olbrich, "aber die größte Versicherung unserer Unabhängigkeit sind Sie, unsere Leser: 60 Prozent unserer Einnahmen entstehen aus Abonnements." Wichtiges Fazit der Auftaktsitzung: Für das erste Treffen nach dem Sommer wird auf Anregung von Ernst Balthasar Scheid der Wertekanon der Kleinen Zeitung zum Thema.

Ansonsten war die erste Tagung des Leserparlaments dem gegenseitigen Kennenlernen gewidmet. Was auffällt: die Verbundenheit mit der Kleinen Zeitung. Martha Zaunschirm hat schon zweimal abbestellt, sich aber immer wieder zur Rückkehr überzeugen lassen, Caroline Rodlauer hatte zwischendurch sogar "zwei, drei Abos", um ihre gesamte informationshungriege Familie am Frühstückstisch versorgen zu können. Und für etliche Lesermandatare gehört die Kleine Zeitung zur Familiengeschichte. Dass schon die Großeltern Abonnenten waren, berichtet nicht nur Dominik Brinner. Barbara Gollner erzählt, wie sie als Kind mit ihrer Oma in den Nachrichten geblättert habe: "Mit der Kleinen Zeitung lernt man also anständig lesen", ist ihr launiges Fazit. Umgekehrt verriet Josef Graßmugg, dass er mit seiner zweieinhalbjährigen Enkelin auch schon die Zeitung studiert: "Wurzel suchen", sei ihr bevorzugter Zeitvertreib. Der Comic-Hund zählt zu den traditionsreichsten Fixpunkten der Kleinen Zeitung.

Demnächst gibt es aber auch ein neues Fix-Element: Ab 1. Juli bestreiten die Mandatare im Wochenrhythmus abwechselnd eine eigene Kolumne, in der sie über das Wirken des Leserforums berichten.

Zum Durchklicken: Impressionen von der ersten Tagung

Erstes Treffen der 25 Lesermandatare

Menschen aus der ganzen Steiermark, aus allen Altersgruppen und Berufsfeldern, fungieren künftig als Impulsgeber – und als Sprecher der Leserschaft. Am 23. Juni versammelten sie sich erstmals im Konferenzraum der Kleinen Zeitung.

Jürgen Fuchs, Kleine Zeitung

Herzlich willkommen!

Chefredakteur Hubert Patterer und sein Kollege in der Geschäftsführung, Thomas Spann, heißen die Leseranwälte beim Auftakttreffen herzlich willkommen.

Jürgen Fuchs, Kleine Zeitung

Erwartungen ans Leserforum

Christof Weber aus Graz erklärt bei der Vorstellungsrunde, warum er sich für das Leserforum beworben hat: Er möchte einen Blick hinter die Kulissen der Kleinen Zeitung werfen und Ideen zu ihrer Weiterentwicklung einbringen.

Jürgen Fuchs, Kleine Zeitung

Die junge Zielgruppe vertreten

Die 16-jährige Barbara Siegl liest schon seit ihrer Kindheit die Kleine Zeitung. Sie möchte dabei unterstützen, die Zeitung so weiterzuentwickeln, dass auch andere junge Leute sich dafür begeistern.

Jürgen Fuchs, Kleine Zeitung

Verbundenheit mit der "Kleinen"

Josef Graßmugg aus Kapfenberg studiert mit seiner zweijährigen Enkelin die Kleine Zeitung: "Wurzel suchen", sei ihr bevorzugter Zeitvertreib. 

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Erfahrungsschatz

Karin Zeni möchte im Leserforum ihre Erfahrungen einbringen.

Jürgen Fuchs, Kleine Zeitung

Die Macht der Medien verstehen

Daniel Nauschnegg aus Eibiswald möchte im Leserforum mehr über "die Macht der Medien" erfahren.

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Das Spannungsfeld begreifen

Margit Nöhrer aus Rohr bei Hartberg, die rechts von Theresa Niederl aus Gnas sitzt, interessiert sich für das "Spannungsfeld von wirtschaftlichen Gegebenheiten und journalistischer Verantwortung".

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Beim Diskutieren

Von links nach rechts: Caroline Rodlauer, Angelika Schmidt, Werner Grüner, Martha Zaunschirm, Christof Weber und Michael Rahm.

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Fragen an den Chefredakteur

Michael Rahm hinterfragt, woran sich die politische  Unabhängigkeit der Kleinen Zeitung messen lasse. "Unser Anspruch ist, dass am Ende dieses Wahlkampfs alle Parteien gleichermaßen mit uns hadern", so die Antwort von Chefredakteur Hubert Patterer. "Wenn alle zürnen, ist es für uns ein Indiz, dass die Zeitung im Lot ist."

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Warum braucht es Werbung?

Gottfried Gerngroß möchte über die Notwendigkeit von Werbeeinschaltungen Bescheid wissen: "Auch breit gestreute Inserate sichern unsere politische Unabhängigkeit ab", so Redaktionsmanager Olbrich, "aber die größte Versicherung unserer Unabhängigkeit sind Sie, unsere Leser: 60 Prozent unserer Einnahmen entstehen aus Abonnements."

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Kritikpunkte

Die Leserparlamentarier haben im Zuge ihrer Bewerbung formuliert, was sie an der Kleinen Zeitung verändern würden. Chefredakteur Hubert Patterer und Redaktionsmanager Bernd Olbrich nehmen Stellung dazu.

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Mehr Übersichtlichkeit

Sabrina Lerch wünscht sich mehr Übersichtlichkeit auf den Serviceseiten der Kleinen Zeitung.

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Die Zukunft der Zeitung ...

Die Leserparlamentarier lauschen hier der Präsentation von Hubert Patterer und Bernd Olbrich: Darüber, wie die Zukunft der Zeitung aussehen könnte.

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... und ihre Geschichte

Auch über die Geschichte der Kleinen Zeitung erfuhren die Leseranwälte Spannendes. Auf dieser Tafel zu sehen: Die allererste Homepage der Kleinen Zeitung, www.kleinezeitung.at aus dem Jahre 1995.

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Am Newsdesk

Beim Auftakttreffen des Leserforums wurde auch der Newsroom besichtigt: In dessen Herzen befindet sich der Newsdesk, an dem sich die Redaktion dreimal täglich zu Abstimmungsrunden versammelt.

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Konferenzsystem

Über einen Monitor werden bei Besprechungen die Redaktionen in Wien und Klagenfurt zugeschaltet ...

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Online-Zugriffe

... und auch die Zugriffsstatistiken auf Online-Artikel besprochen (rechts am Schirm zu sehen).

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Am Newsdesk

Chiara Brunner, Angelika Schmidt, Ludmilla Reisinger, Martha Zaunschirm, Hans-Werner Gangl, Caroline Rodlauer, Daniel Nauschnegg und Michael Rahm lauschen den Ausführungen der Deskchefs Christian Weniger und Othmar Wagner.

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Der Newsroom

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Skyroom-Terrasse

Der Abschluss des Auftakttreffens fand im sogenannten Skyroom im obersten Stockwerk des Styria Media Centers statt – mit Blick über Graz.

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"Retro"-Titelseiten und -Logos

Wie sich Titelseiten und Logos der Kleinen Zeitung im Laufe der Zeit entwickelt haben, konnten die Leserparlamentarier im Skyroom besichtigen.

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Im Gespräch mit dem Graz-Chef

Außerdem gab es die Gelegenheit, zahlreichen Redakteuren der Kleinen Zeitung Fragen zu stellen und sich mit diesen auszutauschen. Leseranwältin Sabrina Lerch ist hier im Gespräch mit dem Leiter der Graz-Redaktion, Michael Kloiber.

Jürgen Fuchs, Kleine Zeitung

Kleine-App am Tapet

Maria Pachernegg, Anna Hörzer, Ludmilla Reisinger, Theresa Niederl, Barbara Siegl und Chiara Brunner diskutieren mit Deskchef Othmar Wagner über die Kleine-Zeitung-App.

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Austausch mit dem News-Ressortleiter

Leseranwalt Michael Rahm und News-Chef Thomas Golser.

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Fragen zur Wirtschaftsberichterstattung

Manfred Neuper, Leiter des Wirtschaftsressort, im Gespräch mit Margit Nöhrer und Caroline Rodlauer.

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Austausch mit dem Deskchef

Leseranwältin Karin Zeni und Deskchef Christian Weniger.

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Diskussion über Sport-Themen

Werner Grüner und Daniel Nauschnegg im Gespräch mit Sport-Ressortleiter Günter Sagmeister.

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Leseranwältinnen unter sich

Die Leserparlamentarierinnen Maria Pachernegg, Anna Hörzer, Barbara Siegl und Chiara Brunner genießen den Ausblick über Graz.

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Fragen zur regionalen Berichterstattung

Werner Grüner, Josef Graßmugg und Hans-Werner Gangl mit dem Leiter der steirischen Regionalbüros, Thomas Pilch.

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Austausch mit der Kulturchefin

Kultur-Ressortleiterin Ute Baumhackl im Gespräch mit Karin Zeni, Ernst Balthasar Scheid und Martha Zaunschirm.

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Redaktionshund live dabei

Auch Marketingleiterin Andrea Rachbauer und Redaktionshund Paula waren mit von der Partie.

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Abendstimmung

Die Jüngsten unter den Leserparlamentariern im Gespräch mit Chefredakteur Hubert Patterer und Deskchef Othmar Wagner – in der Dämmerung.

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Video: Mit den Lesern in die Zukunft der Kleinen Zeitung

 

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