Kreta Eine duftende Insel inhalieren

Im Frühling hat Kreta viel mehr zu bieten als Strand und Meer. Auf die Besucher wartet eine duftende Insel.

Das Dikti-Massiv mit der Lasithi-Hochebene ist ein Paradies für Wanderer und Mountainbiker
Das Dikti-Massiv mit der Lasithi-Hochebene ist ein Paradies für Wanderer und Mountainbiker © Fotolia
 

Beinahe wäre der Gänsegeier unentdeckt geblieben. Mitten im Dikti-Massiv im Südosten von Kreta auf gut 1200 Metern Seehöhe hat er es sich auf einem Felsvorsprung bequem gemacht, um die Stille der Berge und die warmen Strahlen der Frühlingssonne zu genießen. Ein Anblick mit Seltenheitswert. „Der Geier ist das wildeste Tier auf Kreta“, lässt Safari-Guide Thasso die Teilnehmer der Land-Rover-Safari wissen, bevor er mit einem gellenden Pfiff versucht, den Herren der kretischen Lüfte zu locken. Vergeblich.

Menü der Natur

Kein Wunder bei der Aussicht: Ringsum den Greifvogl breitet sich ein Meer an Gebirgen aus. Eingebettet in die schroffen Felswände des Dikti-Massivs liegt die Lasithi-Hochebene. „Hier war früher ein See“, weiß Thasso. Heutzutage ist die auf 850 Höhenmetern gelegene Ebene ein Geheimtipp für Naturliebhaber und Wanderer.
Im Frühsommer ist sie von endemischen Pflanzen, blühenden Wildkräutern und reifen Früchten überzogen. Oliven wachsen hier ebenso wie Thymian, Feige und Granatapfel. Ein aromatisches Menü der Natur. Nicht nur die Berge werden zwischen März und Mai von den Pflanzen bunt eingekleidet – die ganze Insel blüht jetzt auf. Am besten einmal kräftig durchatmen!

Kreta: Streifzug durch eine facettenreiche Insel

Von März bis Mai ist Blütezeit auf Kreta. Die Insel verwandelt sich in diesem Zeitraum in ein Duftparadies. Rund 210 endemische Pflanzen gibt es auf dem Eiland.

Kirin Kohlhauser

Die Kreter nehmen sich gerne viel Zeit zum Plaudern, Essen und Kaffee trinken. Ihr Lebensmotto: „Sigá, Sigá“ („Langsam, Langsam“).

Kirin Kohlhauser

Im „CretAquarium“ können Besucher die Artenvielfalt des Mittelmeeres bestaunen. Zu sehen gibt es unter anderem den Sandhai (Bild).

Kirin Kohlhauser

Auf der ganzen Insel wachsen Oliven. Die Früchte werden in den Wintermonaten geerntet und zu verschiedenen Produkten verarbeitet.

Kirin Kohlhauser

Wochenmarkt in Heraklion. Klicken Sie durch die Bilder!

Kirin Kohlhauser
Kirin Kohlhauser
Kirin Kohlhauser
Kirin Kohlhauser

Der Hafen von Rethymnon.

Kirin Kohlhauser
Kirin Kohlhauser
Kirin Kohlhauser
Kirin Kohlhauser
Kirin Kohlhauser
Kirin Kohlhauser

Wunderschöner Ausblick vom Dikti-Massiv.

Kirin Kohlhauser
Kirin Kohlhauser

Die Lasithi-Hochebene.

Kirin Kohlhauser
Kirin Kohlhauser
Kirin Kohlhauser
Kirin Kohlhauser
Kirin Kohlhauser
Kirin Kohlhauser

Der Hafen von Agios Nikolaos, das San Tropez von Kreta.

Kirin Kohlhauser
Kirin Kohlhauser

Die Insel der Vergessenen, Spinalonga.

Kirin Kohlhauser
1/25

Wer jedoch das Lebensgefühl der Kreter inhalieren will, muss in einer der zahlreichen Tavernen im Hinterland einkehren. „Wir Kreter sind die Bayern von Griechenland. Wir haben unser eigenes Idiom, unsere eigene Lebenseinstellung“, erklärt Fremdenführer Nektarios. Oft reicht es, sich nur wenige Kilometer von der Küste zu entfernen, um kleine kulinarische Perlen zu finden. So wie die Taverne Dichalos im kleinen Dorf Agriana im Bezirk Chersonissos. Dort werden die Gäste mit selbst gemachtem Olivenöl, hausgemachtem Zaziki und frisch gebranntem Raki verköstigt. „Die meisten Einwohner auf der Insel sind Bauern. Im Sommer arbeiten sie in der Tourismusbranche und im Winter ernten sie die Oliven und den Wein“, weiß Nektarios.

Allein 30 Prozent der Tourismuseinnahmen von Griechenland fallen auf Kreta. Die Arbeitslosigkeit ist auf der Insel gering, in der Hochsaison benötige man zusätzliche Arbeitskräfte vom Festland, erklärt Ioannis Mastorakis, Bürgermeister von Chersonissos. „Die Wirtschaftskrise haben wir gut überstanden, Flüchtlinge gibt es bei uns nicht“, hält er den Schlagzeilen entgegen.

Orientalische Holzhäuser

Neben der facettenreichen Naturlandschaft, der herzlichen Gastfreundschaft und den herrlichen Badestränden warten Städte mit bewegter Vergangenheit auf die Urlauber. Die Stadt Rethymnon im Norden der Insel etwa zeigt den Besuchern ein Wechselspiel zwischen venezianischen Bauten und orientalischen Holzhäusern. Rund 80 Kilometer weiter, in der Hauptstadt Heraklion, findet jeden Samstag ein Wochenmarkt statt: Obst, Gemüse, aber auch Textilien findet man dort. Und wem das geschäftige Treiben der Städte doch zu viel wird, der kann immer noch in die duftenden Berge flüchten.

Kommentieren

Bei der Erstellung von Kommentaren haben Nutzer rechtliche Bestimmungen (z. B. Privat-, Strafrecht), die Netiquette und Forenregeln einzuhalten. Was wir in diesem Forum nicht dulden: Beschimpfungen, Verspottungen, Belästigungen, Ehrbeleidigungen, Verhetzung, Diskriminierung in jedweder Form, Rassismus, Aufrufe zu Gewalt oder gar Selbstjustiz. Beiträge, die diesen Bestimmungen zuwiderlaufen, werden bei Kenntnis gelöscht, Nutzer im Wiederholungsfall gesperrt. Zudem behalten wir uns die stundenweise oder völlige Schließung von Foren vor. Wir weisen Sie darauf hin, dass wir auch keine Links zu anderen Websites akzeptieren.
Als Nutzer stimmen Sie der Speicherung der von Ihnen angegebenen Daten (Stamm-, Verkehrsdaten, etc.) ausdrücklich zu. Die angegebenen Daten werden an staatliche Stellen (z. B. Polizei, Gericht) bei Untersuchung von vom Nutzer verbreiteten Materialien, oder sonst vorgenommenen ungesetzlichen Aktivitäten, weitergegeben. Weiters werden angegebene Daten (Name und Adresse) an sonstige Dritte bei Verletzung von Rechten oder sofern deren Rechtsverletzung nachvollziehbar behauptet wird (zB gem. § 18 Abs. 4 ECG), weitergegeben. Mit der Erstellung von Kommentaren stimmen Sie dem ausdrücklich zu und verzichten auf die Geltendmachung von jeglichen Ansprüchen. Siehe dazu auch unsere Forenregeln/Betriebsbedingungen in den AGB.