Am Schauplatz

Auf den Karst-Spuren des ersten Weltkrieges

Vom Meer zur Karsthochebene, von der Tiefebene zu den Bergen, alle Orte und Routen des 1. Weltkrieges werden in den Museen und Freilichtmuseen von Friaul Julisch Venetien eindrucksvoll nachgezeichnet.

© KK
 

In der Zeit zwischen Mai 1915 und November 1917 war Friaul Julisch Venetien Schauplatz des Krieges zwischen der italienischen und der österreich-ungarischen Armee, die sich viele Monate lang erbittert gegenüberstanden.

Karst, Isonzogebiet, Julische Alpen und Voralpen, Karnische Alpen und das Hügelland entlang der Linie des Tagliamento waren Kriegsschauplätze, während die ganze Ebene ein großes Nachschubgebiet zu Diensten der Armee wurde, in das dann nach der Niederlage von Caporetto die österreichischen Truppen eindrangen.

Leben im Schützengraben

Heute sind noch viele Spuren jener Schlachten an verschiedenen Orten der Region sichtbar. Insbesondere auch im Karstgebiet.

Dank Feldwegen und CAI-Pfaden können die Besucher die verschiedenen Museen im Freien erreichen, die Überreste der Kriegsbauten besichtigen, welche von vielen Soldaten errichtet und genutzt wurden. Auf den angebotenen Routen können sie, oft inmitten von atemberaubenden Naturlandschaften, bewegende Spaziergänge machen, die sie in das Leben in den Schützengräben hineinversetzen.

Einige dieser Wege wurden von den diversen Vereinen der Region konzipiert und verwirklicht, die sich mit der Wiederherstellung und touristischen Förderung der Orte des Ersten Weltkriegs beschäftigen.

Während des ganzen Jahres werden an diesen Orten von diversen, fachkundigen Veranstaltern verschiedene Events, Ausstellungen, Veranstaltungen und Ausflüge organisiert.

Valli del Natisone

Die Julischen Voralpen und die Valli del Natisone bieten ein Freilichtmuseum, das teils in Italien, teils in Slowenien liegt, ganz in der Nähe eines der symbolischsten Orte des Ersten Weltkriegs: Freilichtmuseum des Na Gradu – Monte Kolovrat (Drenchia – Caporetto=Kobarid, SLO).

Im Isonzogebiet

Von Monfalcone bis zum Monte Sabotino, mit der Stadt Görz und den umgebenden Anhöhen, standen sich die beiden Armeen entlang dem Fluss Isonzo gegenüber. In dieser Gegend können die Besucher die Schlachtfelder anhand vieler Erinnerungs- und Gedenkorte sowie fünf reizvoller Wege entdecken. Zur Wahl stehen: das Freilichtmuseum des Monte Calvario (Görz); das Freilichtmuseum des Monte Sabotino (Görz – slowenische Grenze); das Freilichtmuseum des Themenparks des Ersten Weltkriegs von Monfalcone; das Freilichtmuseum der Doline des 15. Scharfschützenregiments (Fogliano – Redipuglia); das Freilichtmuseum des Monte San Michele und die Route von San Martino del Carso (Sagrado).

Im Karst

Kilometerlange Schützengräben, Reste von Stellungen, Denkmäler und reizvolle Orte zwischen Gebirge und Meer kennzeichnen den Karst in seinem einzigartigen faszinierenden Freilichtmuseum, in dem das österreichisch- ungarische Heer den Angriffen des italienischen tapfer standhielt. Einblicke liefert das Freilichtmuseum des Monte Ermada (Duino Aurisina).