Naturparke

Einzigartiges Ambiente

Der Karst bietet Naturliebhabern und Sportlern eine Vielzahl an emotionalen Erlebnissen. Vom römischen Aquädukt, einem 30 m hohen Wasserfall über einen auf der Spur einer ehemaligen Eisenbahn gebauten Radweg bis zu traumhaften Angeboten für Alpinisten und Höhlenforscher.

Der Napoleonica Weg schmiegt sich 250 m über der Stadt Triest in den Kalkfelsen und folgt 4 km dem Küstenverlauf der Adria. Ab Juli wird es wieder möglich mit der historischen Tram den Napoleonica vom Stadtzentrum aus auch mit dem Rad zu erreichen © KK
 

Der Karst zeichnet sich durch eine mit Wildpflanzen wie Wacholder und – im Herbst feuerroten – Sumach bewachsene Dolinenlandschaft aus. Sie erstreckt sich bis zum Naturreservat der Seen Pietrarossa und Doberdò, zwei der wenigen Karstseen Europas. Der Wasserstand schwankt und ist abhängig von den Flüssen Vipacco und Isonzo. Während ihrer Trockenperiode fällt der Seewasserspiegel stark und es bilden sich Kanäle und kleine Wasserflächen. Diese Naturerscheinung ist typisch für Karstseen, Hochwasserstand im Frühling und Winter wechseln mit Tiefwasserstand im Winter und Sommer.

Ein weiteres Karst-Phänomen ist der Fluss Timavo. Er fließt großteils unterirdisch und tritt erst wieder an die Oberfläche, kurz bevor er in die Adria mündet.

Kreisförmige Mulden (Dolinen) und zerfurchte Kalkfelsen, die durch die Witterung entstanden sind, findet man in den Bergen Lanaro und Orsario. Ebenso wie Wildkatzen oder Braunbären. Hier liegt auch Monrupino mit seinem Museum des "Karst Hauses" und einer der Heiligen Jungfrau gewidmeten Wallfahrtskirche, Beata Vergine Assunta.

Höhlentour

Die "Grotta Gigante" (Riesengrotte) ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Region Friaul Julisch Venetien, in der sich Tourismus, Natur und wissenschaftliche Forschung miteinander vermischen. Sie ist ein ganz spezielles Karstphänomen: Stalaktiten und Stalagmiten von unvorstellbaren Dimensionen und Formen machen die größte für Besucher zugängliche Höhle der Welt (seit 1995 im Guiness-Buch der Rekorde eingetragen) zu etwas ganz besonderem. Am Eingang der Höhle gibt es auch ein Museum für Höhlenforschung.

2012 wurde die Höhle Torri di Slivia wiedereröffnet. Sie ist seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bekannt und gilt als eine der ersten von den mehr als 3000 bis heute erfassten Höhlen im Karst.

Der Hohlraum befindet sich unterhalb des Landwirtschaftsbetriebes Le Torri di Slivia und ist ein Musterbeispiel für den aktiven Schutz einer Natursehenswürdigkeit, basierend auf der Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum Triest und der Fakultät für Geologie der Universität Triest. Im Eintrittspreis sind eine Führung mit Natur-/Höhlenführer, Fahrt mit dem Agribus zur Höhle und zurück sowie Schutzhelm mit Lampe inkludiert.
Kostenfreier Eintritt in beide Höhlen mit der FVGCard!

"Insel" der Alpen im Karst

Im Naturpark Val Rosandra – einer "Insel" der Alpen im Karst – wiederum rauscht ein Wasserfall mehr als 30 Meter in die Tiefe.

Zahlreiche Rundwege im regionalen Reservat der Val Rosandra führen Wanderer zu Höhlen mit alten Inschriften, zu Ruinen alter Burgen und befestigten Dörfern an Bächen entlang und zu Aussichtsstellen, von denen aus man ein herrliches Panorama auf die Triestiner Bucht genießen kann. Erwähnenswert sind auch der 36 Meter hohe Wasserfall und die Überreste des römischen Aquädukts, auf die man trifft, wenn man den Weg der Freundschaft "Sentiero dell'amicizia – Pot prijateljstva" nimmt.

Durch das Rosandratal führte eine alte Eisenbahnlinie, die in einen Fahrradweg umgestaltet wurde. Das sportliche Angebot ist ausgesprochen vielseitig. So gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Trekking- und Montainbiketouren. Vielfältig gestaltet sich auch das Angebot fürs Bergsteigern, Klettern (Turnhalle) und Reiten sowie geführten Ausflügen.