TeneriffaWillkommen im ewigen Frühling

Eine Insel, kleiner als Vorarlberg, wird jedes Jahr von Tausenden Gästen besucht. Das liegt wohl daran, dass Teneriffa einfach alles kann.

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Teneriffa gilt gemeinhin als die Insel des ewigen Frühlings. Das hat in zweierlei Hinsicht seine Berechtigung: Einerseits liegen die Temperaturen im Jahresmittel kaum unter 6 Grad, andererseits sorgt der Niederschlag im Nordosten ganzjährig für grüne Blätter und Blumen in den buntesten Farben. Hier ist es auch im Sommer und Winter eher frühlingshaft, im Norden regnet es doppelt so oft und die Sonne scheint pro Tag durchschnittlich eine Stunde weniger.

Reisende, die auf der Suche nach möglichst vielen Sonnenstunden sind, sollten also eher in den Süden fahren, wenngleich Flora und Fauna im Norden prächtiger gedeihen. Die gute Nachricht: Teneriffa hat eine Fläche von nur knapp 2035 Quadratkilometern und ist damit kleiner als Vorarlberg. Mit dem Auto kann man die Insel also gut erkunden.

Berge und Dörfer

Dann fährt man über wunderbare Serpentinen, die sich schier endlos durch die bergige Landschaft schlängeln und dem Betrachter hinter jeder Kurve eine neue Überraschung bringen. Wie etwa das idyllische Vilaflor, in dem man auf einer Fahrt vom Norden in den Süden unweigerlich vorbeikommt. Es ist der höchste Ort der Insel und hat nur 1700 Einwohner – und ist doch empfehlenswert, vor allem wegen der entzückenden kleinen Lokale.

Spanien: Die 11 schönsten Orte auf Teneriffa

1. Teide
Teneriffa ohne den Teide wäre nicht denkbar. Der Vulkan ist von weiten Teilen der Insel sichtbar - und ein wahrer Publikumsmagnet. Interessierte können sowohl auf den Berg wandern, als auch die umliegende Landschaft erkunden. Sie sehen dann auch den bekannten Fels "Roque Cinchado" (im Bild links).

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2. Landschaft
Spannend auch die Landschaft abseits des Teide. Sollten Sie mit dem Auto unterwegs sein, dann planen Sie immer wieder Pausen ein. Denn Felsformationen wie diese laden immer wieder zum Staunen ein.

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3. Puerto de la Cruz
Auf der Nordseite der Insel wartet die Hafenstadt auf einen Besuch. Meeresduft liegt hier in der Luft. Und viele kleine Restaurants haben auch jede Menge Gaumenfreuden parat. Und auch die Märkte sind sehr empfehlenswert.

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4. Anaga
Je weiter östlich Sie kommen, desto frühlingshafter wird es. Das ganze Jahr warten hier Blätter in hellem Grün und die buntesten Blüten. Das ist ideal für Wanderer oder Motorradfahrer - auch, wenn sich die Serpentinen hier streckenweise sehr eng entlang des Felsens schlängeln. Und das Panorama mit Meerblick ist einfach traumhaft.

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5. Paisaje Lunar
So stellen sich viele Menschen den Mond vor. Kein Wunder, dass die Spanier diesen Ort "Mondlandschaft" nennen. Hier ragen weiße Felsformationen aus der Erde und bieten einen beeindruckenden Anblick. Einziger Unterschied zum Mond dürfte wohl der hohe Zahl von Bäumen in der näheren Umgebung sein.

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6. San Andrés
Dieses alte Dörfchen im Südosten der Insel ist jedenfalls einen Besuch wert - nicht nur, weil es steil in den Hang gebaut ist, sondern auch seiner bunten Farben wegen. Und wegen der vielen kleinen Lokale. Probieren Sie sich einfach durch.

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7. Playa de las Teresitas
Wenn Sie schon in San Andrés sind, dann ist dieser Sandstrand quasi Pflicht. Am Fuße des Ortes lässt es sich nämlich wunderbar baden - und zwar mit richtigem Karibikflair.

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8. Plaja Jardin
Weiße Sandstrände wie der Playa de las Teresitas sind in Teneriffa nämlich selten. In der Regel bestehen die Strände hier aus schwarzem Sand, was dem Vulkan geschuldet ist. Wie hier am Plaja Jardin.

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9. Santa Cruz de Tenerife
Wer nicht am Strand aalen möchte, der kann sich Museen und Kirchen in Santa Cruz de Tenerife ansehen. Auch Shopping-Fans kommen in der Hauptstadt der Insel auf ihre Kosten. Und: Nutzen Sie die Straßenbahn, die Einheimische wie Besucher den Hang nach oben zieht. So muss es wohl in San Francisco sein ...

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10. Vilaflor
Ein entzückendes Örtchen inmitten der Berge ist Vilaflor. Ein Spaziergang am Weg zum Teide ist jedenfalls empfehlenswert.

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11. Acantilados de los Gigantes
Gigantisch! Besser kann man die Klippen im Nordwesten von Teneriffa nicht beschreiben. Hier zeigt sich die Natur von seiner atemberaubenden Seite. Ziehen Sie sich aber warm an - hier weht in der Regel ein kühles Lüftchen.

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Fährt man von Vilanflor weiter in Richtung Norden, erreicht man den Teide, den mit 3718 Metern höchsten Berg Spaniens. Dort kann es ziemlich kalt werden, selbst wenn man sich an den Stränden der Insel zur selben Zeit sonnen kann. Auch Schnee ist auf dem Vulkan, den jedes Jahr etwa drei Millionen Reisende besuchen, keine Seltenheit. Per Auto und Gondel wird man hier zum wahren Gipfelstürmer.

Klippen und Parks

Wer sich lieber in den Niederungen der Insel bewegt, findet zahlreiche andere Möglichkeiten – wie den Wasserpark „Siam Park“, den Zoo „Loro Parque“ oder die Mondlandschaft „Paisaje Lunar“ mit ihren weißen Felsen im Südosten der Insel. Apropos Felsen: Empfehlenswert sind auch die sogenannten „Acantilados de los Gigantes“, eine Steilküste im Ort Santiago del Teide. Die Klippen ragen bis zu 450 Meter aus dem Meer und erinnern ein bisschen an die „Cabo de São Vicente“, die südwestliche Spitze von Portugal.

Doch egal ob als Wanderer entlang der Klippen, der Bananenplantagen oder auf Hängen mit Blick aufs Meer – auf Teneriffa fühlt man sich Himmel und Erde richtig nah. Vielleicht liegt es an der frischen Brise, die ständig weht, am quasi unendlichen Blick auf den Horizont oder den vielen einzelnen Wölkchen, die in Windeseile am Himmel vorbeiziehen.

Stadt und Strand

Abseits dessen kommen auch alle Stadturlauber auf ihre Kosten – vor allem in der Hauptstadt Santa Cruz, nach Las Palmas auf Gran Canaria die größte Stadt der Kanarischen Inseln. Sie bietet zahlreiche Museen, Parks und Märkte sowie eine futuristische Konzerthalle an der Küste. Und: Wer einkaufen will, findet hier jede Menge Möglichkeiten zu oft günstigeren Preisen als auf dem europäischen Festland – schließlich hat die Inselgruppe ein eigenes Steuersystem.

Reisetipps

  • Teneriffa liegt etwa 288 Kilometer vor der Küste Marokkos. Es ist die größte Kanarische Insel und mit etwa einer Million Einwohnern auch die bevölkerungsreichste von Spanien. Topografisch gehört sie zu Afrika.
  • Im Winter ist Teneriffa wegen seiner milden Temperaturen oft besser besucht als im Sommer.
  • Vom Flughafen Graz fliegt „Fly Niki“ im April regelmäßig nach Teneriffa: www.flyniki.com

Nur unweit von Santa Cruz findet sich – im entzückenden Dörfchen San Andrés – auch der Playa de las Teresitas, ein etwa ein Kilometer langer weißer Sandstrand, der locker mit der Karibik mithalten kann. Die meisten anderen Strände auf Teneriffa säumt schwarzer Sand vulkanischer Herkunft.

Die Insel ist also auch ein Paradies für Badefans. Einziger Wermutstropfen: Der Atlantik wird kaum über 20 Grad warm.

 

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