Delphi Griechenlands gebirgiger Schatz

Delphi, das berühmte Orakel der Antike, liegt im gebirgigen, eher unbekannten Teil Griechenlands. Eine Spurensuche in Bildern.

Mythisches Delphi: Wenige andere Stätten der Antike sind mit so vielen Sagen und Geschichten verbunden. Eine Entdeckungsreise von Stefan Tauscher.

Stefan Tauscher

Das Apollo-Heiligtum war ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. das berühmteste Orakel der Welt. Die Ortschaft ist in rund zwei Autostunden von der griechischen Metropole Athen aus erreichbar.  

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Delphi galt als "Nabel der Welt". Der Legende nach ließ Göttervater Zeus zwei Adler an beiden Endes des Erdkreises aufsteigen. Über Delphi ließen sie den "omphalos" fallen - eine antike (!) Nachbildung steht heute auf dem Ausgrabungsgelände.

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Die Heilige Straße säumten einst die Schatzhäuser, in denen Weihegeschenke wie Statuen aus Elfenbein und Gold aufbewahrt wurden. Einzig das "Thesauros" der Athener wurde rekonstruiert, da beim Fund noch mehr als zwei Drittel der ursprünglichen Baumasse vorhanden waren.

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Im Zentrum befand sich der Tempel des Apollo. Im Adyton saß die Pythia auf einem Dreifuß über einer Erdspalte, aus der schwefel- und methanhaltige Gase traten. So in Trance versetzt, verkündete sie die Orakelsprüche des Gottes. Diese wurden dann von den Priestern interpretiert.     

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Dominiert wird das Ausgrabungsgelände vom Theater, das einst etwa 5000 Zuschauern Platz bot. Insgesamt erstreckt sich das Terrain - im Schatten der felsigen Phädriaden - über rund 300 Höhenmeter.

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Ganz oben liegt das Stadion, in dem ab 586 v. Chr. alle vier Jahre die Pythischen Spiele stattfanden, nach den Wettkämpfen von Olympia die bedeutendsten Spiele.

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Diese Darstellung des damaligen Apollo-Heiligtums befindet sich im Museum. Die Ausgrabungen der Ruinen wurden ab 1892 von französischen Archäologen unternommen.

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Aufbewahrt werden etwa antike Elfenbeinstatuen, die allerdings aufgrund eines Brandes schwarz gefärbt sind.

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Das mit Abstand wichtigste Ausstellungsstück ist die Bronzestatue des Wagenlenkers. Die 1,80 Meter große Figur wurde 1896 entdeckt.

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Das berühmteste Fotomotiv Delphis ist die Tholo (Rundbau) des Heiligtums der Athena Pronaia, der "Athena vor dem Tempel". 1987 erfolgte die Aufnahme ins UNESCO-Weltkulturerbe.

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Blick auf die Kleinstadt Delphi, die in der Moderne natürlich vom Tourismus geprägt wird.

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Ausgehend von einer engen Schlucht erstreckt sich einer der größten Olivenhaine Griechenlands mit mehr als einer Million Bäume.

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Der historische Weg führt vom Ausgrabungsgelände bis zur Bucht von Itea.

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Ein weiteres UNESCO-Weltkulturerbe in unmittelbarer Nähe ist das Kloster Hosios Loukas, ...

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, ... eines der drei bedeutendsten byzantinischen Klöster Griechenlands.

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Es liegt im Südosten des Parnass, dem sagenumwobenen Sitz der Musen. Der 2455 Meter hohe Berg ist heutzutage für wenige Wochen Anziehungspunkt von Wintersportlern.

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Blick auf den Parnass am Hafen von Galaxidi.

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Die Stadt, etwa 15 Kilometer im Südwesten Delphis gelegen, war im 19. Jahrhundert Sitz einer der mächtigsten Handelsflotten im Mittelmeerraum.

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Relikt dieser Glanzzeit sind die typischen Kapitänshäuser.

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Die Kirche zum Heiligen Nikolaos.

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Stehen Anfang März schon in voller Pracht: ein Orangen- und Zitronenbaum.

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Impression der Hafenpromenade von Galaxidi.

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Blick in den Golf von Korinth.

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