AusgezeichnetMarkus Mraz ist Koch des Jahres 2018

Frisch gekürt: Der Gourmetführer Gault&Millau ehrt den Wiener Drei-Hauben-Koch Markus Mraz mit dem Titel "Koch des Jahres 2018".

Markus Mraz (Mitte) ist "Koch des Jahres 2018", hier mit seinen beiden Söhnen Manuel und Lukas © (c) ©HELGE KIRCHBERGER
 

Baby, schneid die Melone“ heißt Markus Mraz' erster Gang aus Beef tatar und Fruchtfleisch - und er kommt großartig an. Das war nicht immer so. Mit seinen innovativen Kreationen sticht der Wirtssohn aus der Masse hervor. So auch vor 27 Jahren, als er mit seinem Vater das „Mraz und Sohn“ in der Brigittenau in Wien eröffnet.

Jeder Cent fließt in das Lokal. Doch statt gefälliger zu kochen, um den Geschmack des breiten Vorstadtpublikums zu treffen - und damit auch die finanzielle Situation zu entspannen - bleibt Mraz seiner Linie treu. Seine Gerichte polarisieren, so auch seine Art, sie zu präsentieren - etwa auf Rasenziegeln. Manches wird vom Gast mit Unverständnis quittiert, doch der Absolvent einer Hotelfachschule gibt nicht auf.

Blattsalat mit Yuzu und Radieschen Foto © Pichler

Erfolge

1995 würdigt der Gourmetführer „Gault&Millau“ seine Küchenleistung erstmals mit einer Haube. Mraz fühlt sich bestätigt, bleibt mutig, kocht weiter, wie er will. Zu Recht - seit 2008 hält das Lokal bei drei Hauben.

Kleiner Turm, große Freude: Steinpilz und Majoran in süße Form gepackt Foto © Pichler

Am Mittwoch wurde er nun zum „Koch des Jahres 2018“ gekürt (der Titel bezieht sich immer auf das bevorstehende Jahr). Ein längst „überfälliger“ Titel wie „Gault&Millau“-Chefredakteurin Martina Hohenlohe bei der Verleihung betont. Mraz verkörpere „alles, was wir bei einem Koch suchen: fundiertes Handwerk, eine individuelle Linie und eine kompositorische Gabe“.

Erfolge

1990 Eröffnung „Mraz & Sohn“
1995 Erste Gault&Millau-Haube
2008 Dritte Gault&Millau-Haube
2012 Gault&Millau Aufsteiger des Jahres

Mraz selbst hält sich während der Ehrung bescheiden im Hintergrund, dankt seiner Familie und lässt dann seine Gerichte für sich sprechen: „Kein Backhendl“ und Steinpilze zur Nachspeise - kein Zweifel, der „Koch des Jahres 2018“ steckt nach wie vor voll kreativer Ideen.

Einzige Änderung: Statt von Vater Karl-Heinz wird er heute von den beiden Söhnen, Manuel und Lukas, unterstützt.

Zur Auszeichnung

Der „Koch des Jahres“ von Gault&Millau ist die begehrteste Auszeichnung in der heimischen Gastronomiebranche. Der Preis wurde heuer mit Unterstützung von Lohberger und Küchensystem unterstützt. Es ist das insgesamt 35. Mal, dass ein Koch des Jahres gekürt wurde. Spitzenköche, die diesen Preis bereits einheimsten sind etwa Lisl Wagner Bacher aus der Wachau oder in letzter Zeit (2015/2016) die Steirer Richard Rauch und Konstantin Filippou.

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