KulinarischHerr der Paradeiser ist jetzt auch Wirt

Der Urlmüller in Straden macht den ganzen Sommer zum Fest. Zum Schaugarten und zur gläsernen Manufaktur gibt es nun auch täglich Kulinarik.

„Urlmüller“ Johann Unger mit Sohn Jan, Bürgermeister Gerhard Konrad (rechts), Josef Ober (links) und Günther Stangl (2.v.l.) © Helmut Steiner
 

"Paradeis trifft Wollschwein“ hieß es insgesamt 38 Mal beim Urlmüller in Schwabau. Der legendäre Sommerfest-Reigen beim Herrn über mehr als 300 Paradeiser- und 80 Chilisorten hatte jeden Mittwoch an die 1000 Besucher angelockt. Damit ist es jetzt vorbei. Denn im April hat die Köchin den Urlmüller verlassen und so ein Allround-Talent lässt sich nicht von heute auf morgen ersetzen. Aber davon ließ sich der landwirtschaftliche Vorreiter Johann Unger, der sich mit seinem Schaugarten, der gläsernen Manufaktur und den dort verarbeiteten Köstlichkeiten schon österreichweit einen Namen gemacht hat, nicht abschrecken: „Ich habe aus der Not eine Tugend gemacht.“ Denn der Landwirt ist jetzt auch Gastwirt. Unger hat die Gewerbeberechtigung für Gastronomie erworben und eine Betriebstättengenehmigung.

"Was Sau und Gemüse hergeben"

Nun macht er den ganzen Sommer zum Fest. Die Köstlichkeiten vom Garten in die Küche und von dort auf den Teller gibt es jetzt täglich im „Paradeis BARadies“, das kürzlich eröffnet hat. Es sind dieselben Speisen wie beim Fest und wöchentlich ein Hauptgericht. „Was die Sau und das Gemüse hergeben“, verrät Unger, der natürlich Bauer mit Leib und Seele bleiben will.

Zum Urlmüller

Schaugarten (Paradeiser, Chillies), gläserne Manufaktur und Paradeis BARadies (geöffnet bis 31. Oktober täglich von 10 bis 20.30 Uhr).
Info: www.urlmuellers.at

Für Wirtschaftkämmerer Günther Stangl ist der Urlmüller ein lebendes Beispiel, wie Landwirtschaft und Wirtschaft zusammenwachsen. Wie Bürgermeister Gerhard Konrad unterstreicht er Urlmüllers Bedeutung für den Tourismus. Vulkanland-Obmann Josef Ober sieht im Urlmüller ein Paradebeispiel, wie sich Landwirtschaft verändern kann und das mehrfach: „Erlebnisgastronomie hat Zukunft“.

Kommentare (1)

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ego57
0
1
Lesenswert?

Ich war

schon vor ein paar Jahren einmal dort und bin heute noch begeistert! Habe damals zwei Sackerl mit den unterschiedlichsten, herrlich schmeckenden und nach Lust und Laune selbst gepflückten Paradeisern und Chilis mitgenommen - eine Pracht! Bin stundenlang durchs "Paradies" gegangen und habe immer wieder was neues entdeckt! Der Hofladen ist ebenfalls sehr einladend, man kann da verschiedenste Spezialitäten, z.B. vom Wollschwein kaufen, die Leute sind freundlich, offen und erfrischend natürlich! Ich bin mir sicher: ich komme wieder!

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