16 ° C
Graz

Mehr Freiheit für Buschenschanken

Ein neues Buschenschankengesetz soll den Direktvermarktern Zukauf und flexiblere Öffnungszeiten ermöglichen. Neuer Buschenschank-Führer ist auf dem Markt.

 
Hans und Sylvia Krainer hatten ihre Buschenschank in Krumpendorf oberhalb des Wörthersees vorbildlich hergerichtet. Auf den blankgescheuerten Holztischen stand süffiger Most und herzhafte Brote - genau der richtige Rahmen, um den Buschenschankführer 2007 vorzustellen.

Mitte des Jahres. "Rund 2500 Direktvermarkter gibt es bei uns in Kärnten. Sieben Prozent der Ausgaben für Lebensmittel entfallen auf die Direktvermarktung", freut sich Landesrat Josef Martinz, der als neuer Partner mit Walfried Wutscher, Präsident der Landwirtschaftskammer, und Anton Heritzer, Obmann der bäuerlichen Direktvermarkter, in einem Boot sitzt. Deshalb hofft das Trio gemeinsam auf eine Änderung des Gesetzes für Buschenschanken. Angepeilter Zeitpunkt ist Mitte des Jahres.

Wein und Jause. "Die 200 Öffnungstage im Jahr soll zukünftig der Buschenschank-Besitzer flexibel aufteilen können. Außerdem soll man nach dem neuen Gesetz auch Produkte zukaufen können", erklärte Wutscher. Diese Möglichkeit ist vor allem für Weinbuschenschanken geschaffen, die so zu ihrem Wein auch eine Jause anbieten könnten. Eine Schmalspurjause wohlgemerkt, denn nur Brot, Liptauer und Verhackertes dürfen zugekauft werden. Was wirklich hausgemacht ist, ist dann Vertrauenssache. "Wir zählen auf die Selbstkontrolle unserer Betriebe", sagt Wutscher.