Ballance

Oh, du fröhliche Fastenzeit!

Wer meint, beim Fasten ginge es nur um Verzicht, der irrt. Genuss und Vielfalt sind sogar ausdrücklich erwünscht.

Fasten Sie sich glücklich! © (c) Andrey Kiselev - Fotolia
 

Frühling ist Fastenzeit. Das hat nicht nur in der christlichen Tradition seinen Ursprung, wo das Fasten als Vorbereitung auf das Hochfest Ostern dienen soll, sondern auch mit dem Neubeginn in der Natur.

„Da Geist und Körper zusammengehören, sind Fastenzeiten nicht nur eine Chance, ins seelische Gleichgewicht zu kommen, wir sind auch wieder in der Lage, unseren Körper bewusst zu spüren. Viele erleben erstaunt, dass die Einschränkung beim Essen einen Zuwachs an Energie und Wohlgefühl auslösen kann“, erklärt Elisabeth Fischer, die schon zahlreiche Bücher zum Thema „Basenfasten“ verfasst hat. Fasten unterstützt unseren Körper beim Abwerfen von psychischem und körperlichem Ballast. Und der Frühling ist dafür die ideale Zeit. Nach dem langen Winter mit wenig Sonne und Bewegung, ist das Bedürfnis nach einer „Rundumerneuerung“ besonders groß, erklärt Fischer. „Da kann eine Fastenwoche wie ein Resetschalter wirken.“

Das strenge Fasten (Verzicht auf feste Nahrung) mag allerdings für viele Menschen als unzeitgemäße Askese empfunden werden und ist im Alltag mit Beruf und Familie auch nur schwer umsetzbar. Da ist das „Heilsame Basenfasten“ eine gesunde Alternative. „Mit nur 900 Kalorien täglich nimmt man natürlich auch ab, muss dabei aber nicht auf kulinarischen Genuss verzichten oder gar Hunger leiden“, so die Expertin. Die Portionen sind reichlich und schmecken gut. Viele nützen die Erfahrungen beim Basenfasten zudem auch für eine Änderung ihrer Essgewohnheiten.

„Oft ist der Auslöser für körperliches Unbehagen, Energielosigkeit, matte Haut, ein geschwächtes Energiesystem oder auch Schmerzen in den Gelenken, eine latente Übersäuerung des Körpers“, klärt Fischer auf. Dieses Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt wird vor allem durch eine einseitige Ernährung – also durch unser „normales“ Essverhalten mit üppigen Fleischportionen, wenig Obst und Gemüse, Süßigkeiten und Limonaden, hervorgerufen.

Beim Basenfasten wird stark auf säurebildende Lebensmittel wie Fleisch, Wurst, Fisch, Milchprodukte und Limo-Getränke verzichtet. Von den basischen Lebensmitteln wie Gemüse, Kräuter, Kartoffeln und Früchten kommt hingegen reichlich auf den Teller. Voraussetzung ist, dass mit wenig, dafür aber hochwertigem Fett gekocht wird. Gewürzt wird mit frischen Kräutern, Ingwer und Zitronenschale. „Basenfasten wirkt. Erfahrungsgemäß nimmt man dabei in einer Woche zwei bis vier Kilo ab“, weiß Fischer. Und wie viele verschiedene Varianten es gibt, die noch dazu ganz unkompliziert zuzubereiten sind, kann man im neuen Buch von Elisabeth Fischer nachlesen und gleich ausprobieren.

One-Pot-Rezepte. Heilsames Basenfasten, das beliebte und bewährte Abnehmprogramm – noch leichter gemacht. Dreimal am Tag den Inhalt einer gut gefüllten Schüssel genießen, pro Woche zwei bis vier Kilo abnehmen und sich rundum wohlfühlen. „Bowls. Alles aus einer Schüssel“ von Elisabeth Fischer, Kneipp-Verlag, 18,90 Euro Foto © Kneipp-Verlag

Buchtipp

One-Pot-Rezepte. Heilsames Basenfasten, das beliebte und bewährte Abnehmprogramm – noch leichter gemacht. Dreimal am Tag den Inhalt einer gut gefüllten Schüssel genießen, pro Woche zwei bis vier Kilo abnehmen und sich rundum wohlfühlen.

„Bowls. Alles aus einer Schüssel“
von Elisabeth Fischer, Kneipp-Verlag, 18,90 Euro.

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