Stubentiger & Co. Wie gut Tiere unserer Gesundheit tun

Zum heutigen Welt-Tierschutztag: Wie Vierbeiner unsere Gesundheit pflegen und helfen, Vertrauen aufzubauen.

Tiere als Therapeuten
Tiere als Therapeuten © DoraZett - stock.adobe.com
 

Die Selbsterfahrung spricht Bände: Wer schon einmal eine schnurrende Katze auf dem Schoß hatte oder mit einem Hund durch die Natur spaziert ist, wird bestätigen können: Der Kontakt zu einem Tier tut gut, entspannt, macht Freude. Doch über diese subjektive Beobachtung hinaus gibt es auch wissenschaftliche Untersuchungen dazu, wie sich die vierbeinigen Fellträger auf unsere körperliche und seelische Gesundheit auswirken können.

Gegen das Übergewicht

Zunächst das Offensichtliche: Wer einen Hund hat, muss mit diesem nach draußen gehen. Das regelmäßige Spazierengehen fördert nachweislich die Gesundheit von Hundebesitzern: Sie machen mehr Bewegung und können so Risikofaktoren wie Übergewicht und Bluthochdruck entgegenwirken, zeigte eine Analyse der American Heart Association.

Auch das Immunsystem profitiert von der Bewegung an der frischen Luft.
Bei Kindern könne der frühe Kontakt zu Haustieren das Allergierisiko senken: Eine Studie aus Detroit hat zum Beispiel gezeigt, dass Kinder, die mit Katzen aufwachsen, als Erwachsene nur halb so häufig eine Katzenhaarallergie entwickelten wie Kinder ohne Stubentiger. Vor allem das erste Lebensjahr sei für die Prägung des Immunsystems sehr wichtig, in dieser Zeit sollte man Kindern den Kontakt zu Tieren ermöglichen.

Ein Tier nimmt einen bedingungslos an, dadurch können alte Verletzungen wieder mit Vertrauen überlagert werden.

Ingrid Egger, Psychotherapeutin

In die Entspannung

Und nun zur Psyche: Der Kontakt zu Tieren kann unser Nervensystem beeinflussen, indem sie helfen, von Stress auf Entspannung umzuschalten. Das erklärt Ingrid Egger, Psychotherapeutin, die sich auf die tiergestützte Therapie mit Pferden spezialisiert hat.

„Wir gehen mit unserem Gegenüber in Resonanz“, sagt Egger. Am Beispiel der Katze bedeutet das: Ihr Schnurren hat unmittelbaren Einfluss auf unser vegetatives Nervensystem und stimuliert jenen Nerv, der uns in die Entspannung bringt. Das wurde in Studien nachgewiesen – und gilt auch für die anderen tierischen Lebensbegleiter.

Die Ruhe und Präsenz des Pferdes überträgt sich zum Beispiel ebenso auf den Menschen. Aus der Pathophysiologie weiß man außerdem, dass das Streicheln eines Tieres zur Ausschüttung von Endorphinen führt – und diese lösen Glücksgefühle aus.

Vertrauen fassen

Tiere sind Vertraute, können damit vor Einsamkeit schützen und helfen, wieder Vertrauen zu anderen aufzubauen. Egger arbeitet oft mit Kindern, die nicht bei ihren Eltern leben können und dadurch negative Bindungserfahrungen gemacht haben. „Einerseits gibt es da eine große Sehnsucht nach Bindung, andererseits die Angst, wieder verletzt zu werden“, sagt Egger. Die Bindung zu einem Tier jedoch ist meistens nicht gefährlich – und kann als „Brücke“ dienen, um sich wieder in eine Beziehung zu wagen. „Ein Tier nimmt einen bedingungslos an, dadurch können alte Verletzungen wieder mit Vertrauen überlagert werden“, sagt Egger.

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