Neujahrsvorsätze Experten-Tipps

Wie die Raketen werden jedes Jahr aufs Neue wieder große Versprechen an sich selbst in den Nachthimmel geschossen. Damit Ihre Vorsätze dieses Jahr keine Blindgänger werden, einige Expertentipps.

Rauchstopp: Suchen Sie sich Verbündete.
Am Anfang steht der Entschluss. Und der muss heißen: „Ich will zu rauchen aufhören“. Oder zumindest: „Ich starte einen ernsthaften Versuch“. Denn ohne diese Bereitschaft geht es nicht – doch mit dieser Überzeugung ist schon ein großer Schritt getan. Je länger und je mehr man geraucht hat, umso schwieriger ist es, aufzuhören. Die Zigarettensucht setzt sich nämlich aus der körperlichen und der psychischen Abhängigkeit zusammen. Neben den Nikotinrezeptoren, die nach Nahrung schreien, quält auch das erlernte Verhalten: Zum Kaffee, bei Stress wird geraucht – ganz automatisch.

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Rauchstopp: Suchen Sie sich Verbündete.
Der erste Schritt sollte sein, sich diese Situationen bewusst zu machen und sich Ersatzhandlungen zu überlegen. Und das vor dem Tag X: „Der totale Rauchstopp ist erfolgreicher, als langsam zu reduzieren“, sagt Waltraud Posch, Suchtexpertin bei Vivid. In den ersten drei Tagen ist der körperliche Entzug am schlimmsten– in dieser Zeit helfen Verbündete: Gemeinsames Aufhören geht leichter, und nicht rauchende Freunde sind der bessere Umgang. Sonst gilt: Holen Sie sich Hilfe, wenn es alleine nicht geht.
Rauchfrei-Telefon: 0 800 810 013 oder rauchfrei.at

dpa/dpaweb

Mehr Bewegung: Finden Sie den richtigen Sport.
Er steht ganz oben auf der Hitliste der Neujahrsvorsätze: mehr Sport treiben. All jenen rät Sportmediziner
Manfred Wonisch: „Man muss sich eine Sportart suchen, an der man Spaß hat. Solange man Sport als Zwang empfindet, wird man scheitern.“ Doch noch bevor man sich auf die Suche nach der passenden Sportart macht, sollte man sich einem sportmedizinischen Check unterziehen. „Wer einfach drauflosläuft, kann sich mehr schaden als nützen, vor allem wenn Bluthochdruck, Nikotinsucht oder
Übergewicht vorhanden sind.“

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Mehr Bewegung: Finden Sie den richtigen Sport.
Auch beim Pensum hilft es nichts, sich zu übernehmen. Eine halbe Stunde zügig spazieren reicht aus, um die Sauerstoffaufnahme im Blut zu vervierfachen. Diesen Effekt zeigt auch regelmäßige Bewegung. „Herz, Kreislauf und Atmung arbeiten ökonomischer.“ Empfehlung des Experten: dreimal pro Woche 40 Minuten Ausdauersport in Kombination mit „maßvollem“ Krafttraining von 20 bis 30 Minuten pro Woche.

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Stress reduzieren: Wertigkeiten bewusst machen.
Er lauert immer und überall: Stress. Stress lässt sich reduzieren, indem man gezielt beginnt, Prioritäten zu setzen und sich die Wertigkeiten im Leben wieder bewusst zu machen. Phasen der An- und Entspannung sollten sich
die Waage halten. Da man nicht rund um die Uhr auf Hochtouren laufen kann, rät Anton Sadjak, Vorstand des Instituts für Pathophysiologie, zum„Mut zur Pause“.
Das Problem besteht aber darin, dass viele Dauergestresste
verlernt haben, abzuschalten.

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Stress reduzieren: Wertigkeiten bewusst machen.
Deswegen sollte nicht nur im Job, sondern auch in der
Freizeit darauf geachtet werden, dass man sich nicht wieder
in Stresssituationen bringt. Wobei jeder für sich den passenden Weg zur Entspannung finden müsse, so der
Experte. Für den einen ist ein Yogakurs das Richtige,
für den anderen ein ausgiebiger Spaziergang an der frischen Luft. Einen Vorsatz, den man sich für das kommende Jahr auf alle Fälle machen sollte: wieder auf die Signale des eigenen
Körpers hören.

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