#Respekt, Folge 1: SerienstartDer schwierige Kampf gegen Hass im Netz

Es gibt Fortschritte beim Löschen von Hasspostings durch Facebook und Co. Doch neben mehr rechtlichen Möglichkeiten braucht es auch Bewusstseinsbildung. Eine Serie der Kleinen Zeitung in Zusammenarbeit mit den Bundesländerzeitungen

Die Kleine Zeitung und die Bundesländerzeitungen skizzieren in einer Serie Strategien zur Verbesserung im Umgang mit Hasspostings © 
 

Eva Glawischnig und Bianca Heinicke alias „Bibi“ haben auf den ersten Blick wenig gemeinsam: Die eine ist gerade aus der Politik ausgestiegen, die andere ein deutscher Youtube-Star. Und doch teilen die beiden etwas: Sowohl die Ex-Politikerin als auch die Ikone der Internet-Generation (4,4 Millionen Menschen abonnieren Bibis Beauty-Kanal) mussten im Netz schon Hasskommentare ertragen.

„Miese Volksvertreterin“ oder „korrupter Trampel“ waren noch die freundlicheren Zuschreibungen für Glawischnig, die bei ihrem Rücktritt auch den Ton in der Politik und den Umstand, solchen Kommentaren täglich ausgesetzt zu sein, als sehr belastend kritisierte. Bibi bekam als Reaktion auf ihr erstes Musikvideo unter anderem „Vergasen, die Schlampe“ zu lesen.

Hasspostings gehören – wie die Verbreitung von Fake News und Verschwörungstheorien – zum digitalen Alltag. Nicht nur Einzelpersonen sind Ziel von Angriffen, hetzerische Kommentare gegen ganze Bevölkerungsgruppen bis zu Mordaufrufen finden sich täglich im Netz. Flüchtlinge etwa geraten immer wieder pauschal ins Visier.

 

Ziel von Hasskommentaren: Youtube-Star Bianca Heinicke alias Bibi Foto ©

Während Bibi die jüngsten Beleidigungen gegen sie als Zeichen der Zeit abtut, sucht die Politik nach Wegen, um im Internet eine gesittete Gesprächskultur zu gewährleisten und die sozialen Netzwerke in die Pflicht zu nehmen.


Die EU-Kommission hat Facebook und Co. 2016 eine Selbstverpflichtung zur raschen Prüfung und Löschung von Hasspostings abgerungen. Nach schleppendem Beginn ist die Löschungsrate zuletzt deutlich gestiegen. Doch damit ist es nicht getan.

 

Löschauftrag

Facebook, Twitter oder auch Youtube
haben sich 2016 gegenüber der EU-Kommission verpflichtet, inkriminierte Postings binnen 24 Stunden zu prüfen und allenfalls zu löschen. Die Löschraten sind zuletzt gestiegen: im Schnitt von 28 auf 59 Prozent, wie die EU-Kommission jüngst in einem Bericht festhielt. In Österreich ist die Rate sogar von 11,4 auf 76,1 Prozent gestiegen. Für EU-Justizkommissarin Vera Jourova zeigt dies, dass ein „selbstregulierender Ansatz“ der richtige Weg sei. Zuletzt hatte es den Ruf nach Strafen gegen soziale Netzwerke gegeben, die
Postings belassen.


Die Grünen haben bisher rund 50 Musterprozesse gegen Hassposter geführt, Glawischnig will die von ihr begonnene Klagsserie auch nach ihrem Rückzug fortsetzen. Zuletzt hat sie ein wegweisendes Urteil erreicht: Im Zuge einer Klage vor dem Oberlandesgericht Wien gegen Facebook hat das Gericht klargestellt, dass in Österreich auch österreichisches Recht anzuwenden ist – und dass Löschungen weltweit erfolgen müssen.
„Das bedeutet, dass sich Betroffene nun auch zur Wehr setzen können, wenn Facebook Beiträge trotz Aufforderung nicht löscht“, erklärt die Rechtsvertreterin der Grünen in der Causa, Anwältin Maria Windhager.


Trotz gestiegener Löschraten ist noch immer nicht nachvollziehbar, was von den sozialen Plattformen gelöscht wird und was nicht: „Das Problem mit der Selbstverpflichtung ist, dass sie nicht in allen Fällen umgesetzt wird“, sagt Windhager. So war der Fake Account, von dem aus Glawischnig beleidigt wurde, auch Wochen nach dem Urteil noch online.
Was können Betroffene also sonst noch tun? Gegen Hassposter gibt es rechtliche Mittel, wobei der Rechtsweg bisweilen mühsam ist.
Voraussetzung für jede Klage ist eine ausreichende Dokumentation: „Wer selbst Opfer von Hasspostings wird oder solche im Netz sieht, sollte sie also zuallererst sichern“, rät Windhager. Je nachdem, ob es sich um Verleumdung, Verhetzung, üble Nachrede oder Beleidigung handelt, ist der Rechtsweg ein anderer.

"Umgangsformen für das Netz"


Neben Strafen ist die Bewusstseinsbildung wichtig, dass auch im World Wide Web nicht alles erlaubt ist: „Es geht darum, Umgangsformen für das Netz und einen gemeinsamen Grundkonsens zu finden, wie wir miteinander umgehen“, stellt Anwältin Windhager fest. Insofern sei die zuletzt von der Regierung gestartete Initiative gegen Gewalt im Netz zu begrüßen.
Zehn Tipps gegen Hass im Netz hat die für Digitales zuständige Staatssekretärin Muna Duzdar (SP) zusammenstellen lassen. Nachfragen, entlarven sind zwei davon – man könnte es auch gesunden Menschenverstand nennen.

 

#Respekt

#Respekt ist ein Gemeinschaftsprojekt der Kleinen
Zeitung mit den Bundesländerzeitungen Oberösterreichische Nachrichten, Salzburger Nachrichten, Tiroler Tageszeitung,
Vorarlberger Nachrichten und Presse. Die Serie thematisiert den eskalierenden Umgangston im Netz und skizziert Strategien zur Verbesserung.

Kommentare (57)

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Acquario
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entweder haben wir eine Rede und Pressefreiheit oder nicht!

Wenn die Demokratie das Geschwafel von ein paar Irren nicht aushält - dann ist es eh schon zu spät.

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Church-Hill
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Den Satz "Das interessiert mich einen Sch..., was sich gehört..."

habe ich in den sechziger und siebziger Jahren sehr oft gehört, und zwar von Leuten, die heute zum Teil in einflussreichen Positionen sitzen und nun ihrerseits den Anderen ihre Meinung aufzwingen wollen. - Im Grunde ist das öde.

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neverthesame
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werden sie doch konkret!

Wen genau meinen sie denn da, der vor gut 47 Jahren pubertierte und heute was zu sagen hat?
bzw. : wenn sie pubertäre Opposition (mehr kann das vor fast 50 jahren nicht gewesen sein) als politisch relevant einstufen, darf man ihre politische Urteilskraft getrost als infantil einschätzen.

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hermannsteinacher
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Fake News

Wie stupide die KLEINE ZEITUNG heute gegen die wertvollen Nahrungsmittel Butter und Palmöl hetzt, geht auf keine Kuhhaut!

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hermannsteinacher
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Butter ist gesund!

Und Palmöl wurde von der Diätologin höchstwahrscheinlich mit Palmkernfett verwechselt.

Fake News, Kleine Zeitung!

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alfons3
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Fake News

Wen wundert es, dass derartige, mitunter abartige Neuigkeiten in den Medien auftauchen? Die sogenannten Journalisten saugen sich, wenn sie keine relevanten Neuigkeiten parat haben, irgendwas aus den Fingern, garnieren den Blödsinn mit nicht beweisbaren Aussagen irgendwelcher Experten und verkaufen den ganzen Schrott als unumstößliche Wahrheit. Es gibt unzählige Beweise, dass es meist die Printmedien sind die als Initiatoren derartiger Lügengeschichten gelten können. Mal mehr, mal weniger, aber immer doch. Ich Leser täglich 3 namhafte Tageszeitungen und nur selten kommen mir Artikel unter, die dasselbe schreiben und auch meinen.
Uns Abonnenten geht es wie allen Österreichern bei den politischen Parteien- wir werden belogen und betrogen dass sich die Balken biegen, aber dagegen tun können wir so gut wie nichts. Bei den Zeitungen können wir höchstens noch das Abo kündigen.

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Marcuskleine
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Ich würde schätzen

... dass der weitaus größere Anteil an Falschmeldungen aus dem Internet kommt und sich dann, z.B. über Facebook, verbreitet; M.E.n. ist nur ein kleiner Teil der Falschmeldungen durch die Redaktion einer Zeitung verursacht worden oder durchgerutscht.
Die angeblichen "Besitzer der Wahrheit", also z.B. die segensbringende FPÖ, hat in ihrem Netzauftritt (z.B. Facebook) mit großer Regelmäßigkeit Falschmeldungen lanciert oder aufgegriffen. Jene Leute sind es, die dann aber oft Zeter und Mordio gegen die vermeintliche "Lügenpresse" rufen!

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prince0357
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Hass?!

"Hate" wird leider aus dem Englischen unrefklektiert im Deutschen mit Hass übersetzt, obschon allein Übersetzungsmaschinen im Internet mehrere Möglichkeiten aufzeigen, wie dies der folgende Link zeigt
http://dict.leo.org/german-english/hate:
Hass, Hetze, Drohung, etc bzw.
Verben:
auf den Tod nicht ausstehen können,
spinnefeind sein,
wie die Pest hassen,
nicht riechen können .....

Außerdem ist insbesondere die angloamerikanische Rechtskultur Grund und Ursache für die "Pervertierung" bzw. Vergewaltigung der Sprache, da die angloamerikanische Rechtssprechung auf dem "Case Law" basiert und nicht wie die europäische Gesetzgebung, welche aus dem paraphierten römischen Recht kommt.

Dies sollte bedacht werden, wenn Kampagnen wie diese hier lanciert werden.

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hermannsteinacher
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Das Problem ist schon in Lukas 14,26 - zumindest was die Übersetzung aus dem Griechischen betrifft - bekannt:

"Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und die Mutter und die Kinder und die Brüder und die Schwestern, dazuauch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein."
Heute versucht man "miseo, misein" (misos=Hass), also "hassen" (Vulgata lat. "odi, odisse") anders zu übersetzen. Ob es damit richtiger wird, ist die große Frage

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hermannsteinacher
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"misein"

hassen,
mit Hass verfolgen,
verabscheuen,
nicht wollen

"odi"
hassen,
verschmähen

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prince0357
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Misein

Verabscheuen, verschmähen, nicht wollen oder nicht mögen...
Arsch im Deutschen ein Schimpfwort im Englischen bezeichnet Ars den Hintern.

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hermannsteinacher
3
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Englisch

arse = Arsch

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hermannsteinacher
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Siehe DUDEN OXFORD

Großwörterbuch Englisch

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hermannsteinacher
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Ars

bedeutet im Lateinischen:

Geschick, Geschicklichkeit, Fertigkeit;
erworbenes Können, Handwerk, Gewerbe;
Kunst, Wissenschaft, wissenschaftliches System,;
Methode, Theorie, Lehrbuch; Kunstwerk; Kunstwert; Göttin der Kunst;
Eigenschaft, Verhalten, Art;
Künstelei, Künstlichkeit, künstliches Wesen;
Im Plural auch:
Mittel, Wege, Art und Weise; Listen, Kunstgriffe.

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ChihuahuaWelpe55
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Eine Verpflichtung der Medien

Diese Kampagne ist, so scheint es mir, nicht alleine nur in der Kleinen Zeitung zu finden, sondern stellte, wie ich erst kürzlich festgestellt habe, auch ein Themenschwerpunkt in einer Abendwissenssendung in einem namhaften deutschen Medienunternehmen dar. Eine Absprache zwischen dem Unternehmen und der Kleinen Zeitung bezweifle ich jedoch. Soviel dazu.

Das Problem der fehlgeleiteten Information oder sogenannten Lügen in Medien sind aus meiner Sicht leider jedoch Hausgemacht und sind in der Geschichte sehr gut unter dem Namen "Propaganda" bekannt. Diese sind einseitige Informationen, welche lediglich den Sinn und Zweck verfolgen, andere Staaten oder eine ganze Volksgruppe in ein falsches Licht zu rücken oder sogar noch die eigene Volksmeinung zu lenken und das Volk zu verbinden. Bemerkenswert ist jedoch, dass dieses Werkzeug auch heute noch angewandt wird, wo die Menschen glaubten, sie seien von Lügen verschont geblieben. Am drastischsten ist dieses Phänomen der Lügen in den Medien zwischen dem Westenmächten (allen voran die USA und Europa) und den Ostenmächten (Russland, frühere UDSSR Staaten) besonders heute erkennbar. Wer im russischen Staatsfernsehen in den Nachrichten die Nachrichten aus dem Westen vergleicht, wird sich sprichwörtlich "auf den Schädel" greifen, wie kindlich sich BEIDE Seiten verhalten.

Weshalb nun die Menschen von den Medien weg treibt ist und bleibt der verantwortungslose Umgang mit den Meinungen der Menschen.

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ChihuahuaWelpe55
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2/2

Als Mensch, dem Diversifikation bereits in der Werbung eingebläut wird, kann nun fast nicht anders, als sich kritisch mit den Nachrichten zu befassen. Das sich nun kritische Stimmen durch Lügen weiter hervor tun, und vor allem die Anonymität des Netzes sie schützen, ist natürlich schlecht. Das jedoch alle Quellen durch solche Infokampagnen wie hier, als Lügen abgestempelt werden, finde ich, ist der Kleinen Zeitung nicht würdig. Solche Artikel, wie sie auch verlinkt sind, welche die Lügen mit Fakten wiederlegen, sollte in Zukunft die Hauptaufgabe der Medien werden!

Was ich mir daher von den modernen Medien wünsche ist, dass sie sich mit dem Grund der Lügen und dem Hintergrund der Person und ihre Ziele befassen und diese wiederlegen. Das daraus wieder kritische Berichte und versuchte Wiederlegungen der kritisierten Personen gegenüber den Medien entstehen, sollten wiederum ernst genommen werden und wiederum versucht werden zu widerlegt, bis sich daraus die Wahrheit ergibt!

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paulrandig
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Digitales Vermummungsverbot

Hat schon einmal jemand darüber nachgedacht, dass es eigentlich ironisch ist, wenn z.B. digital ganzkörpervermummte Poster gegen Burkas hetzen?
Warum kann man nicht im Netz genauso wie im öffentlichen Leben ein Vermummungsverbot in bestimmten Bereichen erlassen?
Vielleicht muss das nicht einmal der Gesetzgeber tun. Es könnte genügen, wenn Qualitätsmedien ihre Foren nur mehr Usern mit Klarnamen öffnen. Vielleicht regelt sich dadurch das Niveau von selbst? Ich kann mir sogar vorstellen, dass zwar etliche User verschwinden werden, dass aber andere, die bis dahin angewidert geschwiegen haben, beginnen mitzudiskutieren, wenn einmal eine gewisse Diskussionskultur herrscht.

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Planck
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Irrtum.

Die Vermummten sind natürlich bekannt.
Stellen Sie sich's vor wie Telefonnummern. Die Technik muss wissen, wen sie mit wem verbindet, sogar bei den Viertelanschlüssen, die Telekom hab sie selig ;-)
Klarnamen sind aus vielen Gründen ein Risiko.
Da draußen sind viele Irre unterwegs, glauben Sie es oder lassen Sie es. Leute, die Ihnen niemals auffallen, aber mitlesen und Ihnen möglicherweise Reifen zerstechen, aus welchen Gründen auch immer.
Ein Name ist so gut wie jeder andere, die Telefonnummer (IP-Adresse) ist sowieso eindeutig.
Deswegen denke ich, es wäre gescheit, alle verbalen Übergriffe stehen zu lassen (i. e. NICHT zu löschen), um der Justiz Gelegenheit zu geben, den Dingen gegebenenfalls auf den Grund zu gehen.
Und gleichzeitig der "vierten Macht" die Möglichkeit zu eröffnen, zu kontrollieren, ob das auch geschieht.
Das erfordert allerdings noch viel mehr Aufmerksamkeit innerhalb der Medien; die haben ja schon Schwierigkeiten, die Rechtschreibfehler ihrer medienkundlichen Lehrlinge abzufangen, wie sollen die Verantwortung übernehmen, die noch viel weiter reicht, zumal ich nicht sehe, dass sie das auch wollen.

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paulrandig
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Planck

Ja, die IP KANN eindeutig sein. Für den Moment des Postens.
Die Übergriffe stehen zu lassen ist genau das Problem, das im Artikel über Trolle angesprochen wird: Es vergiftet und vermüllt das Forum. Dadurch können Destruktoren Diskussionen abwürgen. Und um bei den gesellschaftlichen Analogien zu bleiben: Es ist etwa so, als hätte mich jemand beleidigt und anstatt das regeln zu können renne ich in alle Ewigkeit mit der Beleidigung herum, die in leuchtenden Buchstaben über meinem Hirn steht.
Ihr Szenario mit dem Reifenzerstechen ist extrem. Das könnte mir auch passieren, wenn ich auf einer Bühne ein Lied singe, irgendwo einen Vortrag halte oder meinetwegen im Fernsehen auftrete. Alles schon gemacht - nix passiert.
Ich stehe zu dem, was ich sage, wer ich bin und bemühe mich meine Meinungen so zu formulieren, dass sie anregen, aber nicht provozieren.
Deppen gibt's immer und überall. Ich habe einfach die Erfahrung gemacht, dass offen zur Schau gestellte Verletzbarkeit kaum zu mehr Aggression führt - im Gegenteil. Ich signalisiere damit wohl auch, dass ich es mir leisten kann verletzbar zu sein, weil ich mich notfalls gut zu verteidigen weiß.

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Planck
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Naja.

Es gibt ja mittlerweile schon ausgeklügeltere Forensysteme, in denen man Benutzer ignorieren kann, sodass deren Beiträge nicht mehr angezeigt werden. Stehen lassen müsste man sie, um den Beweis einer Straftat erbringen zu können, was wichtig wäre, weil nach meiner Erfahrung Menschen (jedenfalls die, die sowieso zu Übergriffen neigen) etwas NICHT nicht tun, weil sie moralisch davon überzeugt sind, dass man es nicht tut, sondern ausschließlich aus Angst vor Strafe.
Und was die Namen betrifft: Es hindert Sie ja eh niemand, Ihren Namen zu plakatieren, aus welchen Gründen auch immer Sie das tun wollen. Aber jemanden dazu zwingen zu wollen, hielte ich für abwegig.
Das Profil hat's übrigens versucht. Was schätzen Sie, wieviele durchnummerierte Peter Michael Lingens die da plötzlich hatten? *g

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paulrandig
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Plank

Wenn der Forenbetreiber ohnehin mitloggt (ID etc.), ist das Paket Datum-Zeit-ID-Username-Text als ganzes gesichert. Da muss es nicht ewig in der Öffentlichkeit stehen. Screenshots helfen auch noch um es zu beweisen (und ja - mir ist die Möglichkeit der Manipulation bewusst, aber auch die Möglichkeiten eine solche aufzudecken).
Das mit dem verpflichtenden Klarnamen ließe sich diskutieren.
Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, dass User mit geprüftem(!) Klarnamen Zugang zu sensibleren Foren bekommen könnten, wo es jetzt kein Forum gibt. Oder/und dass sie in allgemeinen Foren als "Geprüfte Identität" gekennzeichnet werden können und dadurch einen seriöseren Status erlangen.

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Planck
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Ja, schon klar.
Aber in dem Fall müsste der Forenbetreiber von sich aus tätig werden und seine Verantwortung insoweit ausdehnen, dass er eben nicht nur löscht, sondern Posts gegebenenfalls der Strafverfolgung zur Verfügung stellt, respektive selbst anzeigt.
Dafür braucht man aber qualifiziertes Moderatorenpersonal.
Ich sehe beim besten Willen nicht, wo man das herkriegt, zumal gute Leute Geld auch noch kosten ;-)
Wenn Sie gern zertifizierter Benutzer wären, bitte sehr. Ich möchte das bitte nicht sein müssen *g

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robauer
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Wenn die Kleine Zeitung

diese Initiative ernst nimmt, sollte sie als erstes alle ihre Online-Foren liquidieren und schließen. Wird doch nur Stumpfsinn verzapft und Hass geschürt.

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paulrandig
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robauer

Genau. Wenn uns etwas nicht gefällt - Weg Damit!

Sprung in der Plastikhülle? - Wegschmeißen!
Erster Streit mit der neuen Freundin? - Andere suchen!
Probleme mit Flüchtlingen? - Alle abschieben!
Mangelnde Netiquette? - Foren schließen!

Haben wir schon völlig verlernt Probleme in die Hand zu nehmen und zu versuchen etwas zu reparieren, was nicht befriedigend funktioniert?
Sitzen wir nur mehr bequem herum und verteilen Daumen rauf/runter?
Ist die einzige Funktion auf Unbequemes zu reagieren mittlerweile nur mehr "VERBIETEN!" zu schreien?
Haben wir völlig vergessen, was mit "These+Antithese=Synthese" gemeint ist?

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hermannsteinacher
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Hegelianer?

Oder gar "dialektischer Materialist"?

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ChihuahuaWelpe55
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Ad Halbwahrheiten hinsichtlich Islam und Asylpolitik

ganz ehrlich: wenn ein HC Strache gegen den Islam und die Asylpolitk hetzt, kann und würde ich ihn nie und nimmer meine Beachtung schenken, weil ich ihn als "Hetzer" abstempeln würde. Wenn jedoch Islamexperte (also solch ein Mensch aus den eigenen Reihen) in S.T.A.N.D.A.R.D Interviews meinen, der Islam gehöre nicht zu Europa und kritisiert die Asylpolitik scharf, dann glaube ich ihnen das sogar.

Fie Frage, ob das nun Islamophobie oder Ängste schüren ist, würde ich dann nicht stellen, sondern konkret in den entsprechenden Artikeln nachlesen und hinterfragen.

Wir Christen sind zu Recht aber tolerant und verzeihen jede Sünde, weil es uns von Gott aufgetragen wurde.

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Kommentare 1-26 von 57

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