Nach Sex-VorwürfenFox News trennt sich von Star-Moderator O'Reilly

Der konservativ geprägte US-Sender Fox News hat sich nach Berichten über sexuelle Übergriffe von seinem Kult-Moderator Bill O'Reilly getrennt. Zuletzt hatte sich Donald Trump hinter O'Reilly gestellt.

Bill O'Reilly muss den Sender Fox News verlassen © (c) AP (Jeff Christensen)
 

Der konservativ geprägte US-Sender Fox News hat sich nach Berichten über sexuelle Übergriffe von seinem Kult-Moderator Bill O'Reilly getrennt. Das Mutterunternehmen des zum Imperium von Medienzar Rupert Murdoch gehörenden Senders bestätigte die Personalie.

"Nach einer sorgfältigen Prüfung der Vorwürfe stimmen das Unternehmen und Bill O'Reilly überein, dass Bill O'Reilly nicht auf Fox News zurückkehren wird", hieß es in einer Stellungnahme der 21st Century Fox am Mittwoch. Der "O'Reilly Factor" war einer der beliebtesten politischen Sendungen bei Fox. Der Moderator wurde dabei über Jahrzehnte als provozierender Fragesteller und Meinungsmacher wahrgenommen. Er fiel durch teils extreme Positionen auf. So erklärte er, die Todesstrafe sei für einige Straftäter zu human, diese hätten stattdessen Arbeitslager verdient.

Trump verteidigte O'Reilly

Zuletzt hatte sich US-Präsident Donald Trump hinter O'Reilly gestellt. Dieser sei "kein schlechter Mensch", sagte der Präsident nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen den Moderator. Fox News war in den vergangenen Wochen zu einer Art Haussender für Trump geworden. Während er andere Medien als Staatsfeinde beschimpfte, lobte er die angeblich stets korrekte Darstellungsweise des Murdoch-Senders, dessen Journalisten sich oft lobend über die Politik Trumps äußern.

O'Reilly bestreitet alle Vorwürfe und vermutet eine Verschwörung gegen sich. Zuletzt hieß es, sein Sender Fox News und er selbst hätten insgesamt 13 Millionen Dollar (12,2 Millionen Euro) an fünf Frauen gezahlt, die dem Starkommentator Belästigung vorgeworfen hätten.

Fox war in der Vergangenheit mehrfach wegen sexueller Übergriffe hochrangiger Mitarbeiter in die Schlagzeilen geraten. Unter anderem hatte der frühere Sender-Chef Roger Ailes gehen müssen, weil ihm Moderatorinnen Übergriffe vorgeworfen hatte.

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