''Salvator Mundi''Teuerstes Kunstwerk der Welt kommt nach Abu Dhabi

Das teuerste Kunstwerk der Welt wird demnächst im Louvre Abu Dhabi zu sehen sein.

''Salvator Mundi'' von Leonardo da Vinci © London
 

Das im November für eine Rekordsumme versteigerte Gemälde "Salvator Mundi" von Leonardo da Vinci wird bald im Louvre Abu Dhabi zu sehen sein. Dies teilte das Museum in einer kurzen Erklärung über Twitter mit. Laut "New York Times" soll es sich bei dem zunächst unbekannten Käufer um einen saudischen Prinzen handeln.

Das Gemälde, das Jesus Christus zeigt, war Mitte November für 450 Millionen Dollar (etwa 383 Millionen Euro) bei Christie's in New York versteigert worden. Damit wurde es nach Angaben von Christie's zum teuersten jemals bei einer Auktion verkauften Kunstwerk. Das Bild zeigt Jesus Christus mit zum Segen erhobener rechter Hand, in der Linken hält er eine Kristallkugel. Laut Christie's gehörte es einst dem englischen Königshaus.

Saudischer Prinz

Der Käufer des Bildes war zunächst unbekannt geblieben. Die "New York Times" berichtete am Mittwoch, es handle sich um den saudischen Prinzen Bader bin Abdullah bin Mohammed bin Farhan al-Saud. Dem Bericht zufolge ist er ein Vertrauter des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Dieser wiederum pflegt gute Beziehungen zum Thronfolger der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Mohammed bin Said. Laut der französischen Zeitung "Le Journal du Dimanche" wurde der Kauf über zwei Investmentgesellschaften abgewickelt. Sie hätten ein Finanzabkommen mit mehreren großen Museen, in dessen Rahmen das Gemälde vor allem Museen in Asien und dem Nahen Osten geliehen oder weiterverkauft werden solle.

Kunstmarkt: Die teuersten Gemälde

Das nach Angaben des Auktionshauses Christie's letzte bekannte Gemälde von Leonardo da Vinci in Privatbesitz ist am 15. November 2017 in New York für 450 Millionen Dollar (380 Mio. Euro) versteigert worden. Bei dem um 1500 entstandenen Gemälde "Salvator Mundi" des italienischen Künstlers (1452-1519) handelt es sich um ein Porträt von Jesus Christus in Öl auf Walnussholz.

AP

"Die Frauen von Algier"

2015 wechelte Pablo Picassos Meisterwerk "Die Frauen von Algier" um 179,4 Millionen Dollar den Besitzer. Es ist damit das teuerste jemals versteigerte Gemälde. Allerdings: Gauguins "nafea faa ipoipo?" sowie Cezannes "Die Kartenspiele" sollen noch teurer gewesen sein - wechselten aber privat den Besitzer und über den Kaufpreis gibt es nur Gerüchte (siehe auch Ende der Fotoserie).

APA/EPA/JASON SZENES

Amedeo Modigliani

Im November 2015 ersteigerte das Long-Museum Amedeo Modiglianis "Nu chouché" um 170,4 Millionen Dollar.

Christie´s New York

Francis Bacon

Als Francis Bacons "Three Studies of Lucian Freud" im November 2013 für 142 Millionen Dollar an einen unbekannten Käufer ging, galt dieser Gemäldekauf als der teuerste.

(c) AP

Jackson Pollock

Jackson Pollocks Tropf-Bild "No. 5" galt mit einem Kaufpreis von 140 Millionen US-Dollar bis zum 12. November 2013 als das teuerste Bild aller Zeiten.

(c) AP

Willem de Kooning

Über 137 Millionen Dollar brachte Willem de Koonigs "Woman III" ein.

Steven A. Cohen

Gustav Klimt

Gustav Klimst "Adele" kam im Jahr 2006 auf 135 Millionen Dollar.

Edvard Munch

Der teuerste Edvard Munch: Eine Version von "Der Schrei" wurde 2012 um knapp 120 Millionen Dollar versteigert

(c) dapd

Pablo Picasso

Im Jahr 2010 wechselte Picassos "Akt mit grünen Blättern und Büste" um 106,5 Millionen Dollar den Besitzer.

AFP

Pablo Picasso

Und noch ein Picasso: Der "Junge mit Pfeife" ging 2004 bei Sotheby´s um 104,2 Millionen Euro über den Ladentisch.

(c) EPA (Justin Lane)

Paul Gauguin

Und nun nochmals zum angeblich teuersten Gemälde der Welt: Paul Gauguins "Nafea faa ipoipo?" wurde privat verkauft - angeblich für 300 Millionen Dollar. Da wollte dann auch der Schauspieler und Künstler Keanu Reeves 2015 in der "Fondation Beyeler" in Riehen (Schweiz) davor possieren

(c) AP (Georgios Kefalas)
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Verkäufer war der im Exil lebende russische Milliardär Dmitri Rybolowlew. Der Besitzer des französischen Fußballklubs AS Monaco hatte das Werk vor vier Jahren für 127,5 Millionen Dollar von dem Schweizer Kunsthändler Yves Bouvier gekauft.

Der Louvre Abu Dhabi wollte am Donnerstag auf Anfrage keine weiteren Details preisgeben. Das von dem französischen Architekten Jean Nouvel errichtete spektakuläre Museum war Anfang November nach mehr als zehnjähriger Planungs- und Bauzeit eröffnet worden. Es beherbergt nach eigener Aussage die erste Ausstellung mit universellem Anspruch in der arabischen Welt. Auf mehr als 6.000 Quadratmetern soll die Geschichte der Menschheit erzählt werden.

Louvre Abu Dhabi: Der Louvre Abu Dhabi ist eröffnet

Außenansicht

Klare Formen, klare Funktionen: der Louvre Abu Dhabi von Star-Architekt Jean Nouvel.

APA

Innenansicht

180 Meter lang ist die spektakuläre Kuppel des Kunsttempel. gebaut wurde sie vom österreichischen Stahlbauunternehmen Waagner-Biro.

AP

Eröffnungsfest

Die Eröffnung bestritt unter anderem die malische Tanztruppe Awa de Sangha.

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Wüstenidylle

Auf mehr als 6000 Quadratmetern wird in dem Museum die Geschichte der Menschheit erzählt und die
Gemeinsamkeiten der Kulturen betont.

APA

Begeisterung

Am ersten Tag  kamen hunderte Einheimische, aber auch Asiaten, Europäer und Bürger anderer arabischer Staaten in das Museum- Es zeigt auf 64.000 Quadratmetern etwa 600 Werke aus aller Welt.

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Menschheitsgeschichte

Die Sammlung für das neue Museum reicht von der Antike bis zur zeitgenössischen Kunst.

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Gegenwartskunst

Auch diesem Bild ist ein Ausschnitt aus dem neunteiligen Werk 'Untitled I-IX' des US-Künstler Cy Twombly zu sehen.

APA

Langzeitvertrag

Abu Dhabi hat für das neue Museum eine Vereinbarung mit
Frankreich geschlossen, die unter anderem die Überlassung des Namens "Louvre" für 30 Jahre und Wechselausstellungen vorsieht. Insgesamt nimmt Frankreich so rund eine Milliarde Euro ein.

APA
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Bei "Salvator Mundi" handelt es sich laut Christie's um das letzte bekannte Gemälde des italienischen Renaissance-Künstlers (1452-1519) in Privatbesitz. Kritiker bezweifeln allerdings, dass Leonardo das Werk wirklich alleine erstellt hat und nicht noch Kollegen aus seiner Werkstatt daran beteiligt waren.

Jesus Christus gilt auch im Islam als Prophet. Allerdings lehnen Muslime die christliche Vorstellung ab, dass er Gottes Sohn war. Vor allem konservative Lesarten des Islam missbilligen zudem die bildliche Darstellung von Propheten.

 

 

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Ist der Westen und alles aus dem Westen nicht böse?


380 Mille für ein Bild.
220 Mille für einen Fußballer.
Ich verstehs nicht.
Flüchtlinge und Hunger weltweit- kopfschüttel

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