Ausstellung in PragAi Weiwei präsentiert riesiges Flüchtlings-Schlauchboot

Ai Weiwei präsentiert in Prag sein bisher größtes Werk zu dem Thema Flüchtlinge: Ein 70 Meter langes Schlauchboot, auf dem 258 überlebensgroße, aufblasbare Figuren von Schutzsuchenden sitzen.

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Ai Weiwei vor dem "Schlauchboot" © APA/AFP/MICHAL CIZEK
 

Den chinesischen Konzeptkünstler Ai Weiwei lässt das Schicksal der Mittelmeer-Flüchtlinge nicht mehr los. In Prag präsentierte der 59-Jährige am Donnerstag sein bisher größtes Werk zu dem Thema: Ein 70 Meter langes Schlauchboot, auf dem 258 überlebensgroße, aufblasbare Figuren von Schutzsuchenden sitzen. Die dunkle Installation schwebt an Drahtseilen im Raum.

"Können wir denn wirklich unseren Lebensstil in Europa weiterführen und diese Situation ignorieren?", fragte Ai Weiwei in Prag. Europa trage eine große Verantwortung, denn es sei bisher keine Lösung in Sicht. Das monumentale Schlauchboot ist Teil der Ausstellung "Law of the journey" (Gesetz der Fahrt), die bis zum 7. Jänner 2018 in der tschechischen Nationalgalerie zu sehen ist.

Ausstellung in Prag: Ai Weiwei zeigt ein Flüchtlingsboot

Ai Weiwei vor seinem Flüchtlings-Schlauchboot in der tschechischen Nationalgalerie in Prag

(c) AP (Petr David Josek)

70 Meter lang, 258 aufblasbare Figuren: die neue Installation von Ai Weiwei.

(c) APA/AFP/MICHAL CIZEK (MICHAL CIZEK)

Da schaut das Publikum klein dagegen aus.

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(c) APA/AFP/MICHAL CIZEK (MICHAL CIZEK)
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Allein in diesem Jahr starben nach Angaben der Migrationsorganisation IOM 525 Menschen bei der gefährlichen Überfahrt über das Mittelmeer; im vorigen Jahr waren es mehr als 5.000. "Das ist sowohl eine Tragödie als auch ein Verbrechen", sagte Ai Weiwei. Der prominente Kritiker des Regimes in Peking pendelt zwischen Ateliers in Berlin und Peking.

 

Kommentare (2)

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Sonne100
0
2
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Wer hat denn das Schlauchboot bezahlt?

Oder hat er einmal selber ins Geldtascherl gegriffen? Ich denke da nur an sein bashing gegen Lego.

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Matze100
1
7
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Kunst

Bei soviel Blödsinn wird mir übel. Der bekommt für diesen Schwachsinn auch noch Geld dafür. Die Grünen werden wieder begeistert sein. Soviel ich weis ist er in seiner Heimat auch beliebt.

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