Karten für Neujahrskonzert 2019An die schöne blaue Donau via „Tombola“

Zu Karten für ein Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker kommt man mit viel Glück bei einer Verlosung. Der Schwarzmarkt verlangt horrende Preise.

2019 dirigiert erstmals Christian Thielemann (58) das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker © Deutsche Grammophon/Creutziger
 

Bis zu 1,246 Millionen Zuseher saßen am 1. Jänner daheim vor den Bildschirmen, um das 78. Neujahrskonzert mit Riccardo Muti am Pult zu genießen. Viele von ihnen hätten aber wohl lieber einen Platz im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins gehabt. Aber wie kommt man eigentlich zu Karten für das Traditionsereignis?

Nun, man kann für das kommende Jahr, wenn erstmals Christian Thielemann dirigiert, auf diversen Homepages zuschlagen. Um nur 34.776 Euro zum Beispiel ist man schon dabei. „Von solchen Schwarzmarktpreisen distanzieren wir uns ausdrücklich“, sagt Pressesprecherin Claudia Kapsamer. Die Wiener Philharmoniker hätten leider keine Handhabe dagegen, was mit den Karten zu Maximalpreisen von 1090 Euro weiter passiere, wenn sie erst einmal von ihnen ausgegeben wurden.

Es gibt stets ein paar Hunderttausend Interessenten aus aller Welt für die drei Konzerte mit identischem Programm rund um Neujahr. Wegen der enormen Nachfrage werden Kaufkarten seit Jahren nur über die Orchester-Website verlost. Mit dieser „Tombola“ will man allen die gleiche Chance bieten, die begehrten Plätze zu ergattern.

Freilich werden dabei nicht alle 1700 Sitzplätze und 300 Stehplätze ausgespielt. „Unseren Sponsoren, Marketingpartnern und den Philharmonikern selbst sind gewisse Kontingente vertraglich zugesichert“, erklärt Kapsamer. Für Staatsgäste werden die Diplomaten- und Direktionsloge reserviert, über die der Musikverein-Hausherr Thomas Angyan verfügt. Der von Jahr zu Jahr variierende Rest des Kontingents kommt dann zur Verlosung.

Wie hoch die Karteneinnahmen diesmal waren, wird erst bekannt gegeben. Fix ist aber, dass die Philharmoniker wieder 100.000 Euro spenden – diesmal ein Viertel an den Diakonie-Flüchtlingsdienst sowie drei Viertel an vier über die Aktion „Licht ins Dunkel“ bedachte Organisationen: Debra-Austria (Schmetterlingskinde), CliniClowns Austria; Active und Asbö-Nikolauszug.

Kartenpreise

Neujahrskonzert (1. 1.): 35 bis 1090 Euro
Silvesterkonzert (31. 12.): 25 bis 800 Euro
Voraufführung (30. 12.): 20 bis 495 Euro
Anmeldung für die Kartenverlosung bis 28. Februar nur über die Homepage
www.wienerphilharmoniker.at

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