Der britisch-indische Schriftsteller Salman Rushdie (69) hat ein Buch über die politische Kultur in den USA geschrieben. Der neue Roman "Das Goldene Haus" erscheint im September zeitgleich unter anderem in den USA, Großbritannien, Kanada, Indien und Deutschland, wie der Verlag C. Bertelsmann am Mittwoch in München mitteilte.

Es handle sich um einen politischen Roman, der in den USA spielt und die vergangenen acht Jahre seit Amtseinführung von Barack Obama beleuchtet. Es geht um das Entstehen der Tea Party - und den "Aufstand eines skrupellos ehrgeizigen, narzisstischen und höchst mediengewandten Schurken, der Make-up trägt und sich die Haare färbt", wie es in der Verlagsmitteilung heißt.

Die tiefe Zerrissenheit der Welt

Rushdies deutscher Verleger Johannes Jacob sagte: "Geistreich und bewegend erzählt er von der tiefen Zerrissenheit der Welt. Sein neues Werk ist der Roman unserer Zeit."

Der indischstämmige Autor Rushdie war im Iran vor fast 30 Jahren in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden. Radikale Muslime hatten sein Buch "Die Satanischen Verse" als gotteslästerlich empfunden. Diese "Fatwa" genannte Todesdrohung wurde bis heute nicht offiziell aufgehoben. Der Autor lebte jahrelang im Untergrund.