VenedigArchitektur-Biennale: Österreich schickt Henke Schreieck, Sagmeister und LAAC

Gleich drei Teams sollen nächstes Jahr bei der Architektur Biennale in Venedig eine ineinandergreifende Rauminstallation aus drei Teilen erarbeiten.

Kommissärin Verena Konrad und die ausgewählten Künstler
Kommissärin Verena Konrad, Kulturminister Thomas Drozda, die Architekten Marta Schreieck, Dieter Henke sowie Kathrin Aste und Frank Ludin © APA/HANS KLAUS TECHT
 

Österreich schickt 2018 Henke Schreieck, das Büro von Stardesigner Stefan Sagmeister und das Innsbrucker Architektenteam LAAC zur Architektur-Biennale von Venedig. Die drei Teams sollen dabei keine Ausstellung über Architektur gestalten, sondern eine ineinandergreifende Rauminstallation aus drei Teilen erarbeiten, umriss Kommissärin Verena Konrad am Montag bei der Präsentation ihr Konzept.

Erste Entwürfe lägen schon vor, die nun ausgearbeitet würden. Allzu viel verraten wolle sie allerdings nicht, betonte Konrad, hauptberuflich Direktorin des Vorarlberger Architektur Instituts: "Wir wollen die Spannung nicht ganz verfliegen lassen." Klar sei, dass die Beschäftigung mit dem städtischen Raum und der Architektur als gebauter Landschaft allen Teams eigen sei.

Auch haben alle Ausgewählten einen Bezug zum Westen: Marta Schreieck und Dieter Henke, die ihr Büro in Wien unterhalten, stammen gebürtig aus Innsbruck. Dort hat auch LAAC Architekten, bestehend aus Kathrin Aste und Frank Ludin, sein Büro. Hinzu kommt das New Yorker Büro Sagmeister & Walsh des Vorarlberger Stardesigners Stefan Sagmeister.

Freiräume für den städtischen Kontext

Thematisiert werden soll die Frage der Freiräume für den städtischen Kontext, wobei die Maxime gelte: "Formaler Anspruch und sozialer Anspruch sind kein Widerspruch." Die Diskussion über Architektur sei im Prozess von enormer Bedeutung, und diese werde man führen. Freiraum habe man ihr auch bei der Erarbeitung des Konzepts gegeben, unterstrich Konrad. So wird der im Vorjahr für das Kunstbiennale-Doppel aus Erwin Wurm und Brigitte Kowanz errichtete Zubau im Hof des von Josef Hoffmann gestalteten Österreich-Pavillons wieder demontiert.

"Der österreichische Beitrag zur Architektur-Biennale wird - ohne zu viel zu verraten - visionär werden", zeigte sich Kulturminister Thomas Drozda zuversichtlich. Persönlich beginne er nun langsam, sich mit dem Ausscheiden aus dem Amt auseinanderzusetzen und stelle die eine oder andere Entscheidung infrage, so der SPÖ-Politiker. Die Wahl von Verena Konrad als Kommissärin gehöre nicht dazu: "Ich bin in dieser Frage sehr mit mir im Reinen." Deshalb habe er auch das Budget vonseiten des Bundes von 400.000 auf 450.000 Euro erhöht. Zuzüglich von Sponsorengeldern sollen es dann 630.000 Euro werden, hofft Konrad: "Wenn es mehr wird, ist es auch nicht schlecht."

Fixiert ist jetzt jedenfalls schon der Eröffnungsakt des Österreich-Beitrags, der auf am 24. Mai um 15 Uhr erfolgen soll. Fürs Publikum ist die Architektur-Biennale 2018, die von Yvonne Farrell und Shelley McNamara unter dem Titel "Freespace" kuratiert wird, dann ab 26. Mai zugänglich.

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