Neueröffnung Erste Einblicke in das Weltmuseum

Am 25. Oktober sperrt das ehemalige Völkerkundemuseum im Corps de Logis der Neuen Hofburg nach drei Jahren Schließzeit wieder auf.

Viereinhalb Jahre nach der Kunstkammer feiert der KHM-Museumsverband erneut eine glanzvolle Eröffnung: Am 25. Oktober sperrt das ehemalige Völkerkundemuseum im Corps de Logis der Neuen Hofburg nach drei Jahren Schließzeit, vielen Umplanungen und Umbauten sowie einer Umbenennung als "Weltmuseum Wien" wieder auf.

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Noch bevor der Besucher am Heldenplatz das renovierte, umgebaute und umbenannte ehemalige Völkerkundemuseum betritt, wird er von einem filigranen, in schwarz gehaltenem Kubus begrüßt, der in Zukunft als Informationsplattform, Schanigarten, Kino oder Veranstaltungs-Location dienen wird.

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Auf die Besucher warten in 14 von Ralph Appelbaum Associates gestalteten und 2.500 Quadratmeter umfassenden Schausälen genau 3.127 Exponate - nicht mehr als 1,5 Prozent der gesamten Sammlung. Dazu kommen fünf Sonderausstellungen auf 1.400 Quadratmetern. Diese sollen das erste Jahr unverändert bleiben.

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Die weitläufige Säulenhalle im Hochparterre, die auch ohne Museums-Ticket zugänglich sein wird und für die Engelsman noch um ein prominentes Kunstwerk verhandelt, bietet in den Nischen auch Platz für einen Museumsshop und das kleine Café "Cook".

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Das Herzstück des Weltmuseums findet sich jedoch im Mezzanin: In der 2.500 Quadratmeter umfassenden ständigen Schausammlung sollen in 14 Sälen "viele kleine Erzählungen" einen Einblick nicht nur in die Sammlung selbst, ...

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... sondern auch in deren Geschichte geben. "Es geht hier nicht mehr um Repräsentation, sondern um Geschichten. Wir sind ein Storytelling-Museum", sagt Direktor Steven Engelsman.

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Die 14 Säle der Schausammlung umfassen ein breites Themenspektrum: Vom "Schatten des Kolonialismus" über Artefakte aus Brasilien, Afrika und Asien bis hin zur Südsee. Der Saal "Im Schatten des Kolonialismus" widmet sich kritischen Fragen zur kolonialen Vergangenheit und musealer Sammlungspraxis. 

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Weitere Säle sind: "Ein österreichisches Mosaik Brasiliens", "Kulturkampf in Wien", "Welt in Bewegung""Benin und Äthiopien. Kunst, Macht, Widerstand", ...

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... "Ein Dorf in den Bergen" - hier ist es die Ausstellungsarchitektur selbst, die eine Geschichte erzählt. Der Raum ermöglicht eine Teilhabe am Leben der Bewohner eines buddhistischen Dorfes im Himalaya. Ein weiterer Saal zeigt "Geschichten aus Mesoamerika".

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Weiter geht es mit "Der Orient vor der Haustüre" und "In eine Neue Welt" (Der Saal widmet sich den verschiedenen Gebieten des nordamerikanischen Kontinents und deren höchst unterschiedlichen Sitten und Bräuchen.)

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"Fasziniert von Indonesien":  Die gezeigten Geschichten und Erlebnisse der hier porträtierten Menschen sind in die glitzernden Inselträume Indonesiens verwoben. So werden indonesisch-österreichischen Beziehungen anhand von einzelnen Persönlichkeiten fast 150 Jahre zurückverfolgt. 

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"Südsee: Begegnungen mit dem verlorenen Paradies": Vier europäische Forschungsreisen in die Südsee, die mit der österreichischen Museumsgeschichte eng verknüpft sind, erzählen von ereignisreichen Begegnungen mit den Bewohnern der pazifischen Inselwelt. Ehrenvolle Empfänge, Wertschätzung und Respekt, aber auch Konflikte, Feindschaften und Tod prägten diese Beziehungen. Zahlreiche Alltags-, Schmuck- und Ritualgegenstände erinnern an erste Kontaktnahmen, rege Tauschgeschäfte und gegenseitige Gastfreundschaft, aber auch an Gewalt, Widerstand und jahrhundertelange Fremdbestimmung.

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"Sammlerwahn. Ich leide an Museomanie!" ist der größte Saal der Schausammlung und widmet sich der beliebten habsburgischen Tradition der Jagd- und Studienreisen anhand von Expeditionen von Ferdinand Max, Kronprinz Rudolf und Franz Ferdinand.

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