ORF-StadtkomödieJuergen Maurer spielt einen "richtigen Bliaz" von KAC-Spieler

In Klagenfurt wird gerade die ORF-Stadtkomödie „Harri Pinter, Drecksau“ gedreht. Ein Besuch am Set.

Spielt einen Ungustl: Juergen Maurer © Markus Traussnig
 

Draußen herrschen frühlingshafte Temperaturen, drinnen wird gefroren: In der Klagenfurter Eishalle wird gerade für die ORF-Stadtkomödie „Harri Pinter, Drecksau“ gedreht. Juergen Maurer spielt darin einen ehemaligen KAC-Verteidiger, der sich seinen Ehrentitel „Drecksau“ durch beinhartes Spiel verdient hat und Jahre später die U12-Hockey-Knirpse trainiert. Eine Rolle, die Maurer von den beiden Drehbuchautoren Stefan Hafner und Thomas Weingartner („Wenn du wüsstest, wie schön es hier ist“) auf den Leib geschrieben wurde: „Es gibt nicht viele Schauspieler, die diese Bandbreite von herzzerreißend bis präpotent spielen können“, sind die beiden Autoren überzeugt. „Die Rolle hat alles, was man sich als Schauspieler erträumt, Harri ist ein sehr vielschichtiger und differenzierter Charakter“, sagt auch Maurer. Und ergänzt lachend: „A richtiger Bliaz.“ Der Klagenfurter genießt es, nach „Das Wunder von Kärnten“ wieder einmal in der Heimat zu drehen: „Es ist schön, das Kärntnerische herauszuholen. Sonst darf man das ja nie.“

Klagenfurt: Bei den Dreharbeiten zu "Harri Pinter, Drecksau"

Auch Julia Cencig findet es „sehr befreiend, im Dialekt zu reden“. Die Völkermarkterin spielt Julia, die Langzeitfreundin von Pinter, die die Hoffnung aufgibt, dass der Macho jemals erwachsen wird: „Die Rolle geht emotional sehr in die Tiefe. Ich spiele eine Frau zwischen zwei Männern, die versucht, irgendwie aus dem Milieu herauszukommen.“ Herauskommen möchte auch Julia Cencig – und zwar ein bisschen aus der „Kommissarinnen-Schublade“: Immerhin geht sie bereits in ihr viertes Jahr als „Soko-Kitzbühel“-Ermittlerin – eine Rolle, die sie aber nach wie vor „wahnsinnig gerne spielt“.

"Drecksau" mit gutem Kern

Sein Filmdebüt gibt Hosea Ratschiller, dessen Stand-up-Kabarettshow „Pratersterne“ am Dienstag erstmals in der ORF-Nacht zu sehen war. In „Harri Pinter“ steht der gebürtige Klagenfurter als etwas naiver Reporter der KAC-Vereinszeitung, der unverbrüchlich an den guten Kern der „Drecksau“ glaubt, vor der Kamera. Kein Kärntner, aber der „Mann fürs Extreme“ (so die Eigendefinition) ist Andreas Lust, der nicht nur als Ex-KAC-Kapitän das Alphatier gibt, sondern auch ganz persönlich seine Eishockey-Begeisterung entdeckt hat: „Ich habe mir zwei Spiele angeschaut, die Stimmung in der Halle ist der Hammer“, schwärmt er.

ORF-Stadtkomödie: Dreh für die "Drecksau"

Regisseur Andreas Schmied hatte gleich das Gefühl: "Diesen Film kann nur ich machen!"

Markus Traussnig

Produzent Klaus Graf mit Andreas Lust, Hosea Ratschiller, Julia Cencig, Juergen Maurer und Regisseur Andreas Schmied

Markus Traussnig

Die 10-jährige Zoe Tatschl spielt die Kapitänin der U12-Mannschaft

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Regisseur Andreas Schmied beim Dreh

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"Harri Pinter" Juergen Maurer zwischen jungen KAC-Spielern

Markus Traussnig

Kabarettist, FM4-Ombudsmann und Schauspieler Hosea Ratschiller im Interview

Markus Traussnig

Sie hält alle Fäden in der Hand: Producerin Annemarie Pilgram

Markus Traussnig

Die beiden Drehbuchautoren Thomas Weingartner (2. v. l.) und Stefan Hafner (2. v. r.) haben auch das Drehbuch für den Kärnten-Krimi "Wenn du wüsstest, wie schön es hier ist" geschrieben

Markus Traussnig

Juergen Maurer mit Regisseur Andreas Schmied

Markus Traussnig

Julia Cencig spielt Julia, die Langzeitfreundin von Harri Pinter, die nicht mehr glaubt, dass er erwachsen wird - und sich in eine neue Beziehung stürzt

Markus Traussnig

´Harri Pinter - Drecksau´ Graf Film dreht ORF Stadtkomödie in Klagenfurt

Andreas Lust darf als ehemaliger KAC-Kapitän das Alpha-Tier heraushängen lassen

(c) Markus Traussnig

´Harri Pinter - Drecksau´ Graf Film dreht ORF Stadtkomödie in Klagenfurt

Das "Harri Pinter"-Team in der Eishalle

(c) Markus Traussnig
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Ähnlich geht es Regisseur Andreas Schmied. Der Steirer hat sich als Vorbereitung „ganz viele Spiele des KAC angeschaut“ und fiebert jetzt „richtig mit der Mannschaft mit“. „Harri Pinter“ ist für ihn eine „sehr erwachsene Komödie, in der existenzielle Themen abgehandelt werden“, so Schmied, bekannt unter anderem für seinen Film „Werkstürmer“. Der Regisseur, der seine Drehbücher normalerweise selber schreibt, hatte eine „total emotionale Reaktion“ auf den Harri-Pinter-Stoff: „Beim Lesen des Drehbuches hatte ich das Gefühl: Ich bin der Einzige, der diesen Film machen kann.“ Also hat er zum Telefon gegriffen und das auch gleich deponiert. Dass er dafür auch noch einen „wunderbaren Cast“ bekommen hat, war quasi der Zusatzbonus. Kein Wunder also, dass Produzent Klaus Graf bereits ins Schwärmen kommt: „Ich denke, hier gelingt uns wieder etwas ganz Feines.“

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