Alpen-Adria-UniversitätKommunikation ist immer möglich

Kommunikation mit Menschen, die eine (mentale) Behinderung oder eine Hörbehinderung aufweisen, ist oft eingeschränkt. Ein von Erasmus+ finanziertes Projekt stellt nun Informationen und Tools online zur Verfügung, mit deren Hilfe dies erleichtert werden soll.

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„Die Gebärdensprachen sind nicht für jedermann und jederfrau geläufig; dennoch kommen viele Personen in Sozialberufen wie PsychologInnen, SprachtherapeutInnen, PflegerInnen, LehrerInnen und ähnliche mit Hörbehinderten in Kontakt und benötigen Grundkenntnisse, um mit den Betroffenen kommunizieren zu können“, erläutert Marlene Hilzensauer (Leiterin des Fakultätszentrums für Gebärdensprache und Hörbehindertenkommunikation). Sie hat gemeinsam mit ihrer Kollegin Christine Kulterer in dem Erasmus+-Projekt "Enhancing Communication: Research to Improve Communication for People with Special Needs and Development of ICT Resources and Tools" an Unterlagen für die Online-Plattform http://ecplusproject.uma.es/ gearbeitet.

Das Webportal (mit begleitender App) bietet Kommunikations-Hilfen für Personen, die mit Menschen mit Behinderung zusammenarbeiten. Zu finden sind dort Texte über verschiedene Krankheitssyndrome und Hinweise dazu, wie Kommunikation mit Menschen, die durch die verschiedenen Behinderungen eingeschränkt sind, funktionieren kann. Marlene Hilzensauer und Christine Kulterer haben eine Liste mit Basisgebärden mit entsprechenden Grafiken und Videos erarbeitet.

Das Projekt wird von der Universität Málaga koordiniert; weitere Partner sind die Fundació Parc Taulí in Barcelona und die Universität Gent in Belgien. Aktuell wird im Rahmen des Projekts der Einführungskurs "Gebärden als Kommunikationsmittel" im Wintersemester 2017/2018 in einer Lehrveranstaltung von Marlene Hilzensauer an der Alpen-Adria-Universität angeboten. Der zugehörige Moodle-Kurs wird auch in Zukunft für Interessierte zugänglich sein.

Zusätzlich organisiert das Projektkonsortium von 12. bis 14. Dezember 2017 in Málaga die "International Conference on Interdisciplinary Approaches for Total Communication: Education, Healthcare and Interpreting within Disability Settings", bei der auch die Projektergebnisse vorgestellt werden.

 

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