Forschung aus Kärnten - FHIndustrie baut auf Super-Beton

Wissenschaftler der FH Kärnten forschen an umweltfreundlicherem Hochleistungsbeton mit Textilbewehrung.

Textilbewehrung kann im Beton formstabil – genau dort wo sie benötigt wird – eingebaut werden
Textilbewehrung kann im Beton formstabil – genau dort wo sie benötigt wird – eingebaut werden © KK/FH Kärnten
 

"Beton ist weltweit das wichtigste Baumaterial. Der Gesamtverbrauch wird jährlich auf über 26 Gigatonnen geschätzt“, weiß Sandra Ofner, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang Bauingenieurwesen an der Fachhochschule Kärnten. Beton – vor allem in Form von Zement – trägt aber auch erheblich zur globalen CO2-Belastung bei.

Ein Umstand, der Ofner zum Forschen bewegt. Seit Jahren wird bereits an der Entwicklung neuartiger und nachhaltiger Hochleistungsbetone wie faserbewehrte, ultrahochfeste Betone (UHPC) oder textilbewehrte Feinkornbetone geforscht. „Diese haben eine vier- bis fünffache Druckfestigkeit von Normalbeton“, sagt Ofner.

Auch an der FH Kärnten wurden im Laufe der vergangenen Jahre Rezepturen für stahlfaserbewehrten UHPC und Verstärkungen hoch beanspruchter Zonen durch UHPC entwickelt. Im neuen Projekt widmet sich Ofner mit ihrem Team der Weiterentwicklung der Grundrezepturen von UHPC. „Zudem wurde die Idee geboren, UHPC mit Textilbewehrung zu kombinieren. Dabei gibt es zwei Haupttypen im Bauwesen, Carbon und alkaliresistentes Glas“, sagt Ofner. „Diese Art der Bewehrung ist formstabil beim Betonieren und kann auch in ihrer Lage fixiert eingebracht werden.“

Mit diesem neuen Verbundwerkstoff sollen laut der wissenschaftlichen Mitarbeiterin die Materialeigenschaften besser und gezielter ausgenützt werden. „Dem Streben nach Nachhaltigkeit aufgrund des geringeren Ressourcenverbrauches und der besseren Rezyklierbarkeit kommt man somit ein wenig näher“, hofft Ofner. Wobei das Anwendungsgebiet aufgrund der derzeitigen Beschaffenheiten und Eigenheiten des UHPC auf die Fertigteilindustrie begrenzt werde. Dort sei der Umgang mit diesem Baustoff bewerkstelligbar.

Ziel des Projektes ist es, bis April 2018 eine Aufbaustudie sowie eine Konzeptionierung für den Einsatz des neuen Werkstoffes zu erstellen. Zudem sollen weiterführende Forschungsfragen in Zusammenarbeit mit der Industrie entwickelt werden.

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