Forschung aus Kärnten - FHMit MIA Raumluft verbessern

Mit modernen Technologien aus dem Bereich Internet of Things soll Kohlendioxid in Räumen gesenkt werden.

Frische Luft in Räumen trägt maßgeblich zum Wohlbefinden von Menschen bei. FH-Studierende tüfteln daran, wie die Raumluftqualität verbessert werden kann
Frische Luft in Räumen trägt maßgeblich zum Wohlbefinden von Menschen bei. FH-Studierende tüfteln daran, wie die Raumluftqualität verbessert werden kann © Fotolia
 

Die Luft in Gebäuden verbessern – das wollen die Studierenden des Bachelorstudiengangs Systems Engineering Emanuela Hasenbichler, Fabian Schaschl und Christoph Zerza zusammen mit ihrem FH-Professor Christian Madritsch. „Das Ziel ist es, beim Überschreiten der Grenzwerte den Benutzer zu informieren. Das ist wichtig, da sich der CO2-Gehalt in der Raumluft auf das Wohlbefinden des Menschen auswirkt und die Konzentrationsfähigkeit beeinflusst“, weiß der FH-Professor für Informatik und Echtzeitsysteme. So soll die Lernumgebung in Hörsälen verbessert werden.

Die Projektidee kam von den Studierenden. Madritschs Aufgabe ist es, die Rahmenbedingungen für die Durchführung zu schaffen sowie auf den Fortschritt zu achten. „Managed Indoor Air kurz MIA ist eine Kollektion von Smart-Home-Geräten, die mit modernen Technologien aus dem Bereich des Internets der Dinge – im Englischen Internet of Things – die Luftqualität misst“, erklärt Madritsch. „Relevant ist der CO2- Gehalt im Raum; beim Überschreiten eines empfohlenen Grenzwertes wird der Benutzer darauf hingewiesen, zu lüften.“ MIA besteht aus drei Modulen: dem Sensormodul, das den CO2-Gehalt, die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit misst. Dem Indikatormodul, das dem Benutzer anzeigt, dass der eingestellte Grenzwert überschritten wurde. Und schlussendlich dem Gateway-Modul, das alle Messwerte grafisch anzeigt und eine Verbindung zur Cloud herstellt, um den Zugriff von außen mithilfe von Smartphone oder Tablet zu ermöglichen. „Alle Module sind kabellos und verwenden den modernen Funkstandard Bluetooth Low Energy, um miteinander zu kommunizieren“, sagt Madritsch.

„Das Besondere ist die Kombination moderner Technologien wie Internet of Things, Bluetooth Low Energy, Ein-Platinen- Computer und Cloud- Anbindung“, zählt der Wissenschaftler auf. Das System soll künftig mit Smart-Home-Systemen kombinierbar sein und Nutzern dazu verhelfen, die Luftqualität automatisch durch Steuerung von Fenster, Heizung und Lüftung zu regulieren.

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