Antenne "sieht" 500 Kilometer weit
Radarstation auf der Koralpe wurde um 35 Millionen Euro umgebaut.

Foto © EmhoferRadarstation auf der Koralpe
Auf 2140 Metern Seehöhe und bei rund null Grad übergab am Montag Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) offiziell die renovierte Radarstation Speikkogel auf der Koralpe an die Luftraumüberwachung des Bundesheers. Seit April 2009 wurde die Radarstation umgebaut und ein Long-Range-Radar installiert. Die 14 Tonnen schwere Antenne verfügt über eine Reichweite von rund 500 Kilometern. Die Kosten betrugen knapp 35 Millionen Euro.
Die Radarstation Speikkogel war die letzte der drei österreichischen Radarstationen, die auf den neuesten Stand der Technik gebracht wurde. "Die modernen Anlagen spielen in der europäischen Sicherheit eine große Rolle", sagt der Kommandant der Luftraumüberwachung Rupert Stadlhofer. "Wir haben einen einzigartigen Blick über Gesamteuropa und auch einen weiten Blick auf den Balkan", sagt Alfred Moser, Kommandant des Radarbataillons.
"Es ist wichtig, dass man bei Sparzeiten gezielt investiert. Wir müssen uns als neutraler Staat besonders um die Überwachung unseres Luftraums kümmern, sodass eine Souveränität gewährleistet ist", erklärt Darabos. Jährlich werden 1,3 Millionen Überflüge über Österreich gesichtet, ungefähr jeden zweiten Tag gibt es eine Luftraumverletzung. "80 Mal im Jahr muss ein Alarmstart eingeleitet werden", so Stadlhofer.








