Gehbehinderter nach drei Stunden aus Bach gerettet
Lebensrettung am Silvestertag: Ein 41-Jähriger stürzte in St. Georgen im Lavanttal auf dem Heimweg in ein Bachbett. Eine Frau und zwei Männer hörten seine Hilferufe und retteten ihn.

Foto © TraussnigChristoph Weinberger und seine Freundin Christina Rappitsch an der Unglücksstelle
Gleich drei Schutzengel hatte in der Nacht auf Samstag ein 41-jähriger Pensionist aus St. Paul im Lavanttal. Der gehbehinderte Mann war rund drei Stunden lang in einem Bachbett hilflos gefangen - dann endlich wurden seine Hilferufe gehört.
Gegen 21 Uhr hatte der 41-Jährige laut Zeugen ein Lokal in seinem Heimatort St. Georgen verlassen. Der beinamputierte Mann machte sich zu Fuß auf den Nachhauseweg. Wann genau der Pensionist dann über eine steile Böschung in das Bachbett stürzte, ist im Moment noch unklar. Auch die Umstände des Unfalls stehen laut Polizei noch nicht fest.
Klar ist auf jeden Fall, dass der Mann aufgrund seiner Behinderung den eiskalten Bach nicht von selbst verlassen konnte. "Er muss zwei bis drei Stunden lang hilflos im Bach gelegen sein", sagt Helmut Sucher, Kommandant der Polizeiinspektion St. Paul. "Es geht dort schon ziemlich steil hinunter. Von selbst hätte er keine Chance gehabt, da wieder rauszukommen."
Deshalb hatte der Pensionist begonnen, laut um Hilfe zu schreien. Zum Glück wurden seine Rufe gegen 1 Uhr früh gehört. "Wir haben Fernsehen geschaut und sind dann ins Schlafzimmer gegangen, wo das Fenster gekippt war", erzählt Christoph Weinberger (21). "Meine Freundin Christina hat dann gefragt, ob ich die Rufe auch höre." Die beiden alarmierten daraufhin sofort die Einsatzkräfte und liefen los. Fast gleichzeitig hatte auch Weinbergers Nachbar, ein 44-jähriger Mann, die Hilferufe gehört. Auch er machte sich in Richtung Bach auf. "Wir haben dann gemeinsam den Mann aus dem Bach gezogen", sagt Weinberger. "Er hat stark gezittert, war nass und unterkühlt."
Der 41-Jährige wurde sofort mit der Rettung ins LKH Wolfsberg gebracht. "Der Mann war unterkühlt und hatte eine Schädelprellung erlitten", sagt Sucher. Laut Auskunft der behandelnden Ärzte befindet sich der Mann auf dem Weg der Besserung.
Für den jungen Retter und dessen Freundin ist dieser Jahreswechsel ein ganz besonderer gewesen: "Schön, dass wir einem Menschen helfen konnten!"








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