Der Bezirk macht das Internet barrierefrei
Gemeinden müssen ihre Homepages behindertengerecht gestalten. Die Kleine gibt einen Überblick, was sich dadurch ändert.

Foto © APAAuch Blinde nutzen das Web, wie hier mit Blindenschrift Tastatur. Künftig sollen Menschen mit Behinderung E-Government nutzen können
Seit 1. Jänner 2008 müssen alle behördlichen Webauftritte barrierefrei gestaltet sein. Menschen mit Behinderung sollen ohne besondere Erschwernis in der Lage sein, das Angebot von behördlichen Wegen im Internet nutzen zu können. Die Kleine Zeitung fragte bei den Gemeinden im Bezirk nach, welche Lösungswege eingeschlagen werden und was schon umgesetzt wurde. "Viele Gemeinden greifen auf das Angebot des Landes zurück", sagt Elisabeth Janeschitz von der Gemeindeabteilung des Landes.
Barrierefrei. Über die Kärntner Verwaltungshomepage können in den nächsten Tagen alle 132 Gemeinden barrierefrei im Internet vertreten sein. Unter anderem sollen die Inhalte dann akustisch wiedergegeben werden. "Hauptziel ist, die elektronische Kommunikation mit den Behörden auch für Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen", sagt Janeschitz.
Enorme Erleichterung. So können unter anderem Formulare direkt von einer Seite geladen werden und Kundmachungen auf die Homepage gestellt werden. Die Vorbereitungen laufen für dieses, in Österreich einzigartige, Projekt schon seit einem Jahr. Unterstützt werden die Gemeinden vom Gemeindeinformatikzentrum (GIZ). "Ende Jänner veranstalten wir einen Kurs. Ziel ist es, unsere Mitarbeiter fit für die Barrierefreiheit zu machen", so Janeschitz. Im Bezirk nutzen einige Gemeinden die Chance, mittels Links auf die barrierefreie Landeshomepage zu verweisen. Andere Kommunen gestalten auch ihre eigene unabhängige Homepage behindertengerecht.
Eigene Ideen. "Momentan ist die barrierefreie Gestaltung in Planung", sagt Franz Wunder vom Gemeindeamt Lavamünd. Ebenso laufen Beratungen für eine barrierefreie Seite in St. Andrä. Bereits weiter ist man in Preitenegg: Dort soll schon im Februar eine barrierefreie Homepage online gehen. "Das Grundgerüst ist fertig", so Bürgermeister Franz Kogler.
Schon online. In Wolfsberg ist eine behindertengerechte Version bereits online, laufend werden zusätzliche Funktionen eingebunden. In Bad St. Leonhard, St. Georgen und St. Paul wird noch über die nächsten Schritte beraten.
Features
Gesetz
Seit dem 1. Jänner 2008 müssen die Internetauftritte von Behörden barrierefrei gestaltet sein.
Lösung
Entweder durch einen Link auf www.verwaltung.ktn.gv.at oder durch die Umgestaltung der eigenen Homepage.
Lösungen
- Bad St. Leonhard. Beratungen laufen, welche Lösung man umsetzt.
- Frantschach-St. Gertraud. Verlinkung zum Land in den nächsten Tagen.
- Lavamünd. Link zum Land, die barrierefreie Gestaltung ist in Planung.
- Preitenegg. Link zum Land, barrierefreie Homepage im Februar.
- Reichenfels. Verlinkung zum Land soll umgesetzt werden.
- St. Andrä. Verlinkung zum Land und barrierefreie Version geplant.
- St. Georgen. Derzeit Beratungen.
- St. Paul. Derzeit Beratungen
- Wolfsberg. Link zum Land und barrierefreie Gemeindeseite.














