Kelag plant Ausbau des Speicherkraftwerkes Koralpe
Kelag plant eine Speicherpumpe um 20 Millionen Euro beim Speicherkraftwerk Koralpe zu installieren. Speicherpumpe würde Jahreserzeugung auf 163 Millionen Kilowattstunden verdoppeln.

Foto © AP (Symbolfoto)Geplant ist, den Pumpbetrieb 2010 aufzunehmen
Der Kärntner Energieversorger Kelag plant, mit
einem Aufwand von 20 Millionen Euro beim Speicherkraftwerk Koralpe eine
Speicherpumpe zu installieren. Durch den Pumpbetrieb soll die
Jahreserzeugung dieses Kraftwerkes von derzeit 83 Millionen auf 163
Millionen Kilowattstunden (kWh) beinahe verdoppelt werden. Dies würde
eine Steigerung der Kelag-Stromerzeugung um rund acht Prozent
bedeuten, wurde am Montag seitens des Unternehmens mitgeteilt.
Genehmigungsverfahren.
Bevor man dieses Projekt bei der obersten Wasserrechtsbehörde zur
Genehmigung eingereicht hat, seien mehrere Fachgutachten über die
möglichen ökologischen Auswirkungen erstellt worden, erklärte
Kelag-Vorstand Hermann Egger. "Die Gutachten sind zu dem Ergebnis
gekommen, dass es keine negativen ökologischen Auswirkungen gibt,
wenn wir Wasser aus der Drau hinauf in den Speicher Soboth pumpen".
Dies hätten auch die Sachverständigen der obersten
Wasserrechtsbehörde bei der wasserrechtlichen Verhandlung bestätigt.
Das Genehmigungsverfahren ist laut Egger derzeit noch im Gange.
Fischbestände.
Die Befürchtung der Gemeinde Soboth, die Wasserqualität im
Speicher Soboth würde sich durch den Pumpbetrieb verschlechtern, sei
ebenso unbegründet wie die Sorge der Marktgemeinde Lavamünd um ihre
Trinkwasserquellen, versicherte der Kelag-Chef. Auch auf die
Lebensbedingungen der Fischbestände hätte der Pumpbetrieb keine
negativen Auswirkungen.
Stromerzeugung stärken.
Egger hofft, dass die oberste Wasserrechtsbehörde noch im Herbst
das Projekt genehmigen werde: "Mit der Speicherpumpe für das
Kraftwerk Koralpe können wir unsere eigene Stromerzeugung stärken,
indem wir eine bestehende Anlage optimieren, ohne bis jetzt
unberührte Bäche für die Stromerzeugung zu nutzen." Geplant ist, den
Pumpbetrieb 2010 aufzunehmen.















