Der WAC hatte das Nachsehen
Für Trainer Nenad Bjelica wird der WAC von den Schiedsrichtern permanent benachteiligt. Absicht unterstellt der Coach den Unparteiischen dabei nicht. Die Stürmer blieben bisher noch ohne Treffer.

Foto © GEPAFür Bjelica gehen die Referees den Weg des geringsten Widerstands
Aus dem schwarzen Mann wurde die gelbe Gefahr. Ganz so krass würde es Nenad Bjelica natürlich nicht formulieren, aber es gibt kaum ein Spiel des WAC, das frei ist von Bitterkeit über Schiedsrichter-Pfiffe. Wiewohl der Trainer bemüht ist, den sogenannten Unparteiischen nicht grundsätzlich böse Absicht zu unterstellen. "Ich bin der Meinung, dass Herr Hameter (leitete das Spiel gegen die Wiener Austria, Anm.) und Herr Schüttengruber gute Schiedsrichter sind. Aber bei knappen Entscheidungen wird für den Großen gepfiffen, weil vom Kleinen weniger Schwierigkeiten zu erwarten sind."
Dieses Phänomen ist freilich keine typisch österreichische Eigenart, sondern weltweit gültig. "Überall wird so entschieden, in Spanien genauso wie in Kroatien. Wenn Dinamo Zagreb spielt, hat dieser Klub schon einen Vorteil", so Bjelica. In Österreich sieht der Trainer seinen Klub in dieser Disziplin schon geraume Zeit permanent in der Opferrolle. "Das war in der zweiten Liga auch so. Es wurde oft gegen uns gepfiffen und bei den Schiedsrichter-Entscheidungen hat es sich nie ausgeglichen." In der Bundesliga entschied ein umstrittenes Tor für die Wiener Austria zuungunsten der Kärntner, gegen Salzburg war es laut Bjelica ein nicht gegebener Elfer, der seiner Interpretation zufolge den WAC vom Weg zu einer Überraschung abgelenkt habe. Einseitigkeit lässt sich Bjelica dabei nicht vorwerfen. "Ich habe dem Schiedsrichter auch gesagt, dass Polverino eine "Rote" bekommen hätte sollen." Doch dem Schiedsrichter die Alleinschuld für die bisherige Punktelosigkeit auf heimischem Boden anzulasten, ist unzulässig. Die Stürmer haben bisher nicht getroffen. Ruben Rivera hat sich zumindest zahlreiche Chancen erarbeitet, Stückler war krankheitshalber verhindert, Topcagic kam zu spät und Falk nicht zur Geltung. Letzteren nimmt Bjelica ein wenig in Schutz. "Er wird kommen, wenn wir gegen Mannschaften spielen, die hinten drin stehen.


















