Neuer Bauhof soll mehr Geld bringen
Die Wolfsberger Stadtwerke suchen einen ein Hektar großen Grund für neuen Bauhof. Mit gut sortiertem Müll will man künftig mehr Geld machen.
Die Wolfsberger Stadtwerke wollen am Wirtschaftswachstumskuchen Müll künftig ein noch größeres Stück mitnaschen und vermehrt in die Abfallbewirtschaftung einsteigen. Mit "Geld aus Dreck" sei bei der schon jetzt anfallenden Menge an wiederverwertbarem, gut sortiertem Abfall ein gutes Geschäft zu machen, sagen Stadtwerke-Chef Dieter Rabensteiner, Beiratsvorsitzender Edwin Storfer, Harald Trettenbrein (FPK) als Stadtwerkereferent der Gemeinde und Vizebürgermeister Wolfgang Knes (SPÖ) als Ersatz für den Eigentümervertreter einhellig.
Grundstück wird gesucht
Um das Vorhaben zu realisieren, ist allerdings der Neubau eines entsprechenden Gebäudes samt dazugehörenden Sortieranlagen erforderlich. "Wir sind derzeit auf der Suche nach einem passenden Grundstück, das mindestens einen Hektar nutzbarer Fläche aufweisen muss", so Trettenbrein. Die derzeitige Infrastruktur im Wolfsberger Wirtschaftshof sei mit nur 3000 Quadratmetern zu klein für das neue Konzept.
Möglich wird ein Mehrertrag vor allem durch die schon jetzt hohe und stetig steigende Frequenz an anfallendem Trennmüll. Rabensteiner: "Jährlich verzeichnen wir beachtliche Zuwachsraten. Allein im Vorjahr fielen in Wolfsberg 12.700 Tonnen verwertbarer Abfall an." Er lobt zudem die Wolfsberger: "Die Bereitschaft zur Mülltrennung ist sehr hoch. Wir haben jährlich rund 50.000 Besucher mit getrenntem Abfall. Die viel größere Stadt Villach kommt gerade einmal auf 35.000." Getrennt wird nach mehreren Materialien, darunter Papier, Glas, Metall, Plastik und Elektroschrott.
Trettenbrein möchte die bestehenden Kooperationen mit anderen Gemeinden weiter ausbauen: "Das läuft schon, da ist aber noch einiges zu holen." Außerdem werden "wilde Ablagerungen" bei Müllinseln wieder stärker unter die Lupe genommen. "Es gibt einige Firmen, die bei Nacht und Nebel Müll ablagern. Das ist bekannt und nachverfolgbar."
Features
FAKTEN
Geschäftsgebarung. "Wir liegen bei der Finanzentwicklung im langfristigen Plan", so Storfer. Gebührenerhöhungen seien in naher Zukunft nicht vorgesehen.
Mitarbeiter. Bis zu 80.















