Wolfsberger Tourismus wird privat
In Bad St. Leonhard bleibt Tourismus nach Abstimmung über Gesetz hingegen in Gemeindehand.

Foto © APA (Symbolbild)Das Lavanttal setzt auf sanften Tourismus, wie das Wandern
Die Unternehmer aus Wolfsberg und Bad St. Leonhard, aus den einzigen Lavanttaler Gemeinden mit über 50.000 Nächtigungen pro Jahr, haben am Sonntag über das neue Tourismusgesetz abgestimmt. Während in Wolfsberg rund 53 Prozent der Wähler für einen privaten Tourismusverband stimmten, haben sich in Bad St. Leonhard rund 82 Prozent der Unternehmer für die Beibehaltung des alten Modells entschieden. Die Tourismusarbeit bleibt im Oberen Tal somit Gemeinde-Angelegenheit.
Doch die Wahlbeteiligung war dünn: Während in Bad St. Leonhard jeder Fünfte zur Wahl ging, war es in Wolfsberg gar nur jeder Achte (Details siehe Info-Box). Wolfsbergs Tourismusreferent Jürgen Nickel (SPÖ) ist enttäuscht, immerhin ist die Stadtgemeinde die Tourismusagenden ab Jänner 2013 los. "Ich war überrascht und bin gespannt, wie es weitergehen wird", so Nickel, der die Unternehmer kritisiert, die es versäumt haben, zur Wahl zu gehen. "Die Wahlbeteiligung ist erschreckend. Ich bin von vielen angerufen worden, die nicht hingegangen sind und dies bereuen."
Klippitz-Chef als Berater?
In Bad St. Leonhard jubeln hingegen die Politiker, dass die Tourismusarbeit weiterhin in ihrer Obhut bleibt. Tourismusreferent Dieter Dohr (BZÖ) möchte allerdings trotzdem Teile des neuen Konzeptes einführen, das vorsieht, dass Wirtschaftstreibende mit Fachwissen den Tourismus planen: "Mir schwebt vor, dass der Manager vom Klippitztörl, als Fachmann, der Gemeinde beim Tourismuskonzept hilft." Er würde dafür von der Gemeinde entlohnt werden.
In Wolfsberg wird der neue Verband im September gegründet und der Vorstand gewählt. Dieser wird aus drei Tourismus-, zwei Wirtschafts- und einem Gemeindevertreter bestehen.
Features
FAKTEN
Wolfsberg. 141 von 1126 Berechtigten wählten. Wahlbeteiligung: 13 Prozent. 75 Personen dafür, 66 dagegen.
Bad St. Leonhard. 72 von 204 Berechtigten stimmten ab. 13 stimmten dafür, 59 dagegen.















