SG Witasek Kärnten hat zugesperrt
Die SG Witasek Kärnten, Handball-Vizemeister bei den Frauen, hörte am Wochenende auf, zu existieren. Vor wenigen Wochen konnte das Aus noch abgewendet werden, doch die weitere Finanzierung ist nun unmöglich.

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Schon Anfang März stand der Kärntner Frauen-Handball-Verein aus Feldkirchen vor dem Zusperren (die Kleine Zeitung berichtete). Erst ein Verzicht der Spielerinnen auf jede Gage, auf jeden Kostenersatz sicherte zumindest ein Weitermachen bis Saisonende. Nach dem erneuten Gewinn der Vizestaatsmeisterschaft ist nur aber definitiv Schluss. "Der Europacup hat ein tiefes Loch ins Budget gerissen. Wir konnten keine neuen Geldgeber finden, vom Land Kärnten bekamen wir heuer 26.000 Euro, auch für die Jugendarbeit", klagte Präsident Peter Witasek. "Damit müssen wir nun endgültig zusperren. Der Verein hört auf zu existieren."
Nicht nur die Bundesliga-Mannschaft ist davon betroffen, sondern auch rund 150 Jugendliche, die nun im Handball keine Zukunft mehr haben. Die SG Kärnten ist damit der dritte Erstdivisionär, der innerhalb eines Jahres die Pforten schließt und nicht mehr weitermachen konnte, nach dem TTC Lavamünd (Tischtennis) und den Wörthersee Piraten (Basketball).
Frust
Peter Witasek ließ seinem Frust in einem offenen Brief freien Lauf, sieht das Scheitern so mancher Klubs in einer falschen Sportpolitik im Land begründet, "die nach dem Kaiserdenken nur zwei Eishockey-Vereine fördert, plus eine Fußball-Akademie. Und die nicht ausgleichend wirkt", so Witasek. Ebenfalls ad acta gelegt wird das Ballsport-Kompetenz-Zentrum in Feldkirchen, obwohl es dafür vom Bund eine Finanzierungszusage gegeben hat.















