Koralm-Lithium: strategisches Asset für Österreich
Geht es nach dem börsennotierten Bergbaukonzern Globals Strategic Metals NL (vormals East Coast Minerals NL) aus Australien, kann der Lithiumabbau aus der Koralpe an der Grenze zwischen Kärnten und der Steiermark offenbar gar nicht rasch genug starten.

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Die Mineure aus "Down Under" halten seit vergangenem Jahr die Schürfrechte am chemischen Element, das auf viele Arten verwendet werden kann. Geschäftsführer Tony Roberts sprach gegenüber der APA auch von einem "hochstrategischen Asset für Österreich". Das Lithium werde schließlich vor allem für Akkus gebraucht, um Elektromobilität alltagstauglich zu machen.
Angepeiltes Ziel 2013
"Bis wir nahe Wolfsberg eine Fabrik zur Lithiumverarbeitung um rund 125 Mio. Euro errichten, werden wir - wenn alles klappt - bereits ab 2013 direkt in der Mine selbst ein Lithiumkonzentrat herstellen - ein Basisprodukt direkt im Berg", sagte Roberts im APA-Gespräch. Zuvor seien in das "Fitmachen" der Mine, wie etwa Entwässerung und Elektrifizierung, bis 2013 noch fünf bis sieben Mio. Euro zu investieren, die derzeit aufgetrieben würden.
Mit dem Weg, zuerst ein Konzentrat aus dem Lithium im Bergwerk selbst zu gewinnen, bevor später die Verarbeitungsfabrik eröffnen soll, würde man vorerst "zwar nichts verdienen, aber eben auch nichts verlieren", so Roberts, der sich momentan mit einer Delegation auf Investoren- und Abnehmersuche quer durch Europa befindet. "Vergangene Woche waren wir bei großen deutschen Autoherstellern wie BMW und Volkswagen. Sie sind ganz klar der Meinung, dass Lithiumakkus für die Massentauglichkeit von Elektrofahrzeugen aller Art absolut notwendig sind. Natürlich sorgen sie sich grundsätzlich vor der Lithium-Importabhängigkeit aus Übersee - und wir haben die strategische Ressource in Österreich - ganz nahe an den großen europäischen Märkten", so Roberts.
Das Vorkommen sei für Österreich ein "hochstrategisches Asset und eine wundervolle Möglichkeit". Mit den heimischen Behörden in Bund und Land werde "perfekt zusammengearbeitet". Ein Minenplan und Umweltplan sind noch zu erstellen, bevor der Abbau mit 20 bis 30 Bergleuten starten kann - "und der Minenplan bedeutet sehr viel Arbeit", so Roberts. "Unbedingt" müsse das Lithium an Ort und Stelle - in der Kärntner Bezirksstadt Wolfsberg, wo bald auch ein Büro der Australischen Firma eröffnet werden soll - weiterverarbeitet werden: "Als bloße Exporteure wären wir nur 'Price-Takers' - mit der Verarbeitung sind wir aber die 'Price-Makers'." Erst wenn es die Verarbeitungsfabrik gebe, würden "wir, die Kärntner und die Österreicher Dollars machen können", sagte Roberts, der sich sicher zeigte, dass sich rund um die geplante Fabrik zur Erzeugung von Lithium-Carbonat für Akkus, ein Cluster an weiterer Unternehmen ansiedeln werde - "das wäre naheliegend".
Die nachgewiesenen Ressourcen böten die Möglichkeit, "zwölf Jahre lang jeweils 350.000 Tonnen Material" mit einem Gehalt von 1,6 Prozent Lithium aus dem Berg zu holen. Die gleiche Kapazität soll die Fabrik - in der 30 bis 40 Menschen Arbeit finden sollen - zu Beginn ausgestattet werden. "Wenn der Markt mehr Lithium verlangt, können wir auch mehr abbauen und erweitern die Fabrikskapazität für die Weiterverarbeitung modular", so Roberts. Alleine der Bau der Fabrik, deren Spatenstich (zeitlich) noch unklar ist, wird laut Roberts aber zwei Jahre dauern. Bis das Lithium-Konzentrat also den Weg aus der Koralpe heraus finden wird, um daraus in der Fabrik im Tal Lithium-Carbonat zu fertigen, werden noch ein paar Jahre vergehen.
Zudem zeigte sich Roberts sicher, dass im Berg neben der nachgewiesenen 18 Mio. Tonnen Erz "zumindest weitere 10 Mio. Tonnen lithiumhaltiges Gestein" ruhen. "Diese Woche starten wir ein Bohrprogramm, um diese Vorkommen nachzuweisen", sagte der "Executive Director".














