Die Zukunft des WAC vor den Vorhang!
Über 200 Kinder und Jugendliche träumen beim WAC von einer Profikarriere. Der Bundesliga-Aufstieg bringt neue Impulse.

Foto © KK
Es ist noch immer kaum zu glauben, aber es ist Realität geworden: Der professionelle Fußball hat im Lavanttal Einzug gehalten. Der WAC gehört zu den zehn besten Mannschaften Österreichs. Das hat freilich Spuren in der gesamten Region hinterlassen. Ganz besonders bei den Nachwuchskickern des WAC. "Es ist ein totaler Ruck durch die Jungs gegangen. Langsam begreifen sie, dass sie im Verein eines Bundesligisten sind und welche Chancen sich damit für sie ergeben können", so Nachwuchstrainer Dietmar Mörtl.
Denn nicht wenige von ihnen träumen jetzt davon, in die Fußstapfen eines Christian Falk, Christian Dobnik oder Stephan Stückler zu treten und auch irgendwann einmal in der Lavanttal-Arena gegen Salzburg, Rapid oder Sturm zu spielen. Bis dahin ist freilich noch ein weiter Weg. Doch der Klub bietet den Talenten beste Voraussetzungen dafür. Rund 200 Kinder und Jugendliche tummeln sich Tag für Tag bei den Trainings.
Professionelles Umfeld
"Die Nachwuchsarbeit hat bei uns einen hohen Stellenwert. Oft wird vier Mal die Woche trainiert", sagt Mörtl. Dafür wurde auch ein professionelles Trainerteam installiert. Ehemalige Ex-Bundesliga-Kicker wie Herbert Grassler, Burkhard Rupp oder Milazim Rexhaj konnten dafür gewonnen werden.
Red Bull Salzburg besiegt
Und die Erfolge können sich sehen lassen. Ein Team der U12 und der U13 liegen beispielsweise in der höchsten Spielklasse Kärntens auf Platz eins. Der U12 gelang es im Winter bei einem Hallenturnier sogar, ihre Altersgenossen von Red Bull Salzburg zu besiegen.
Die Ziele der Verantwortlichen sind klar: Möglichst viele Spieler in die Kampfmannschaft des WAC zu bringen. Um das zu verwirklichen, wurde auch das Nachwuchszentrum Lavanttal (NZ) geschaffen. "Damit wollen wir ab der Altersklasse U13 die besten Talente aus dem Lavanttal zusammenziehen und ihnen eine noch intensivere Ausbildung ermöglichen", sagt Mörtl.
Kooperationen
Darüber hinaus bestehen auch Schulkooperationen mit der HAK Wolfsberg, der Landwirtschaftlichen Fachschule in St. Andrä und zwei Kindergärten in Wolfsberg. "Der WAC und das NZ Lavanttal bekennen sich zum ,österreichischen Weg' und unternehmen alles, um den jungen Talenten optimale Bedingungen für die gleichzeitige Ausbildung in Schule, Beruf und Sport zu ermöglichen", sagt Mörtl.
Der Bekanntheitsgrad des WAC durch den Aufstieg in die Bundesliga ist laut Mörtl spürbar gestiegen. "Es haben schon viele namhafte Bundesliga-Klubs angefragt, ob wir nicht bei Nachwuchturnieren mitspielen wollen", erzählt Mörtl. Und es gibt auch bereits Anfragen von Eltern aus ganz Kärnten und auch aus Teilen der Steiermark, die ihre Kinder zum WAC schicken wollen. Mörtl: "Eine schönere Auszeichnung gibt es wohl nicht."
Steiniger Weg
Und wie lange wird es noch dauern, bis der nächste Nachwuchsspieler in der Profimannschaft von Trainer Nenad Bjelica zu sehen sein wird? Mörtl: "Das ist schwer zu sagen. Bis in die Bundesliga ist es ein steiniger Weg. In erster Linie hängt es an der Einstellung jedes einzelnen Spielers ab. Er muss nicht nur Fußball spielen können, sondern den Sport auch leben."














