Sie sind den Vorfahren auf den Fersen
Erich Sumper "kletterte" mit Sohn Armin bis zur Spitze des Stammbaumes. Das Resultat: ein 194 Seiten umfangreiches Buch über ihre Ahnen.
Wo komme ich her und wer waren eigentlich meine Vorfahren? Diese Fragen stellen sich in unserer schnelllebigen Zeit immer mehr Menschen. So kommt es auch, dass sich viele Lavanttaler, die auf Ahnensuche sind, bei Erich Sumper in St. Andrä melden. Der ehemalige Hauptschullehrer begann vor sieben Jahren mit einer wissenschaftlich unterstützten Aufarbeitung seiner Familiengeschichte.
Auf die Idee gebracht hat ihn sein damals 13-jähriger Sohn Armin, der mehr über seinen Großvater wissen wollte. "Leider oder Gott sein Dank erkannte ich damals, dass ich fast nichts über ihn wusste. Aber das Interesse war geweckt", sagt der 65-jährige Pädagoge.
Gemeinsames Hobby
Nach dieser Schlüsselfrage begannen Vater und Sohn ein gemeinsames Hobby, das sie so schnell nicht wieder losließ. In manchmal mühsamen Erhebungen in Archiven im In- und Ausland, in zahllosen Urkunden und Schriftstücken, bei Gesprächen mit Zeitzeugen, beim Lesen- und Verstehen alter Schriften und beim Sammeln und Ordnen noch vorhandener Fotos und vielem mehr, entdeckten die beiden viel Spannendes über die Familie Sumper. Sie beschlossen, das Ergebnis in ein Buch zu packen. Vor rund einem Jahr wurde dann das 194 Seiten schwere Ergebnis bei einem großen "Sumper-Treffen" in Lamm, wo im 16. Jahrhundert die ersten Wurzeln gefunden wurden, vorgestellt.
Die "Chronik der Familie Sumper im Lavanttal" ist aber viel umfangreicher als ein herkömmlicher Stammbaum. Die beiden Ahnenforscher verweisen darin parallel auch auf relevante geschichtliche Ereignisse mit überregionaler und regionaler Bedeutung sowie auf die Herkunft und Häufigkeit des Namens Sumper, auf damals gebräuchliche Vornamen ebenso wie Kindersterblichkeit innerhalb der Familie und dergleichen.
Neue Fährte aufgenommen
Für den Lehrer im Ruhestand und den heute 20-jährigen Wirtschaftsstudenten Armin war diese Chronik jedoch nur der Anfang. "Nun arbeiten wir an der Geschichte und Herkunft meiner Großmutter, einer geborenen Größing, die ebenfalls eine weit zurückreichende Vergangenheit hat", sagt Armin. Soviel steht bis dato schon fest: Die Größings besaßen im Lavanttal bedeutende Liegenschaften, darunter Gut Weissenau und Gut Pollheim.
Die zwei Ahnenforscher helfen aber Interessenten auch gerne bei Fragen zum Thema Ahnenforschung. Ein Tipp: Die Suche erleichtere das Computerprogramm "Ahnenblatt".













