Kindergarten als "Integrationshaus"
Derzeit wird nach Nutzungsvorschlägen für den Kindergarten Reding gesucht. Bürgermeister Schlagholz kann sich ein "Haus der Bildung und Integration" vorstellen.
Wie geht es mit dem Gebäude des Kindergartens Reding weiter? Diese Frage beschäftigt die Wolfsberger Politiker schon länger. Auch im Gemeinderat Donnerstagabend war das denkmalgeschützte Gebäude Gesprächsthema Nummer eins.
Wie berichtet, wird der Kindergarten nach dem Umbau des Areals der Volksschulen 1 und 2 dort untergebracht. Mit Schulbeginn 2013/2014 werden die Kindergartenkinder bereits im "Neuen Bildungszentrum" untergebracht. In den nächsten Monaten will man sich laut Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz (SPÖ) deshalb intensiv mit einer möglichen Nutzung des Gebäudes auseinandersetzen. Ihm schwebt schon eine Idee vor: "Ich könnte mir ein Haus der Bildung und der Integration vorstellen, wo Migranten eine Hilfestellung bei rechtlichen und sozialen Problemen bekommen. Wir haben keine geordnete Anlaufstelle." Auch Deutschkurse für Ausländer sowie Kurse zum Thema Bildung und Jugend könnten für die Wolfsberger dort stattfinden. Finanzielle Unterstützung erhofft sich Schlagholz vom Österreichischen und Europäischen Integrationsfonds. Allerdings ist für ihn auch "ein Verkauf des Gebäudes nicht ausgeschlossen, sollte jemand mit einem guten Vorschlag kommen".
Verkauf wird bevorzugt
Grüne-Gemeinderätin Monika Eichkitz: "Wir brauchen eine Anlaufstelle für Migranten bei rechtlichen und sozialen Fragen. Wenn die Infrastruktur passt, könnte ich mir das dort vorstellen." Sie brachte auch einen Antrag für eine andere Nutzungsidee ein, nämlich die einer "Notschlafstelle", da es in Wolfsberg keine gibt. Auch Kindergartenreferent Helmut Kirisits (FPK) begrüßt die Idee des Integrationshauses, bevorzugt aber den Verkauf des Hauses: "Wir brauchen das Geld für das Bildungszentrum und müssen auf die Finanzen schauen."
Auf die Finanzen verweist auch ÖVP-Stadtrat Josef Steinkellner: "Wenn wir das Haus selbst weiter verwenden, würde über eine Million in die Sanierung fließen. Das Geld haben wir nicht. Man kann über ein Integrationszentrum diskutieren, ob der Bedarf besteht, kann ich nicht beurteilen."















