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Zuletzt aktualisiert: 22.02.2012 um 10:10 UhrKommentare

Die Fehler der Chefs retten die Austria

Da die Auflösung der Verschmelzung falsch und zu spät abgewickelt wurde, sind die Austria Klagenfurt und St. Stefan/Lav. nun ein Verein. Die Kicker sind immer noch bei einem aufgelösten Klub angemeldet.

Foto © GEPA/Sujetbild

Im März des vergangenen Jahres zogen die SK Austria Klagenfurt und der SC St. Stefan/Lav. die Fusion zu einem Verein durch. Wenige Monate später war die damalige Führung der Violetten der Meinung, sie müsse die Verschmelzung wieder rückgängig machen. Sie tat das auch. Sowohl die Lavanttaler als auch die Klagenfurter waren der Meinung, es gelte wieder, wie davor, die Spielgemeinschaft.

Die galt auch bis zum klärenden Gespräch zwischen dem Rechtsausschuss des KFV und den Vereinsvertretern. Da mussten diese erfahren, dass die Schreiben zur Auflösung der Verschmelzung das Papier nicht wert waren, auf denen sie geschrieben waren. Warum, kann der Vorsitzende der Rechtskommission, Oliver Lorber, genau erklären: "Es gibt zwei Gründe. Erstens ist die Auflösung rechtsungültig, weil die Schreiben zu spät aufgesetzt wurden. Zu diesem Zeitpunkt war die Austria schon in Konkurs. Damit hätte nur noch der Masseverwalter eine Auflösung veranlassen können, nicht mehr die Klubführung. Zweitens waren die Urkunden unvollständig. Ebenso wie die Verschmelzung hätte auch die Auflösung fünf Unterschriften aufweisen müssen. Die fehlen aber."

KFV-Vorstand entscheidet

All diese Erkenntnisse gab der Rechtsausschuss an den Vorstand des Verbandes weiter. Der trifft demnächst die endgültige Entscheidung. Sie wird genauso aussehen, denn Lorber verriet: "Wir, drei Anwälte und ein Richter, haben alle Unterlagen rechtlich geprüft und sind einstimmig zu einem Ergebnis gekommen." Nach der Rechtslage ist St. Stefan nun ein Zweigverein der Klagenfurter. "Nach meiner Rechtsansicht sollte dieser im Namen einen Bezug zum Hauptverein aufweisen", meinte Lorber.

Für die Austria hat der Jurist eine erfreuliche Nachricht: "Aus rechtlicher Sicht ist es auf den ersten Blick so, dass die Austria jetzt gleich aufsteigen kann. Die letzte Prüfinstanz ist aber der ÖFB."

Die Austria-Kicker sind aber nach wie vor bei einem aufgelösten Klub angemeldet. "Stimmt, weil wir nicht vor der Rechtskraft der Verschmelzung die Spieler ummelden können. Auswirkungen auf die Meisterschaft hat das keine", stellte KFV-Geschäftsführer Richard Watzke fest.

JOSCHI KOPP

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