"Grüne" Lösungen für den Verkehr
Konzept für Wolfsberg: Radwegevernetzung, kürzere City-Bus-Intervalle und eine "Umfahrung".
Lange wurde über Pläne zur Schließung der Lücke des Lavantradweges im Twimberger Graben diskutiert. Im Jahr 2005 wurde eine stegartige Variante zwischen Straße und Lavant vorgestellt. Das Projekt scheiterte jedoch an der Finanzierung. Das war jetzt auch Thema beim Diskussionsabend der Grünen bezüglich einem neuen Verkehrskonzept für Wolfsberg. Die Idee der Grünen: Die Bahnstrecke durch den Twimberger Graben zu einem Radweg umzubauen. "Dort fahren ohnehin nur noch zwei Züge pro Tag. Diese könnte man verlagern", sagt der Grünen-Politiker Ulrich Habsburg-Lothringen.
Die ÖBB denken aber nicht daran, die Strecke einzustellen: "Es wundert mich, dass gerade die Grünen eine Bahnstrecke einstellen wollen. Dort verkehrt zwei Mal am Tag ein Schülerzug. Hinzu kommt der Gütertransport, der gerade auf dieser Strecke sehr wichtig ist", so Christoph Posch, Pressesprecher der ÖBB, der pro Tag von mehreren Tonnen Transportgut spricht: "Das könnte man nur auf die Straße verlagern, was mehr Verkehr bedeuten würde."
Variante wurde geprüft
Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) kann dem nichts abgewinnen: "Die Variante wurde geprüft, würde aber auch Millionen verschlingen." Derzeit liegt das Projekt auf Eis. Diskussionsteilnehmer SPÖ-Fraktionschef Ewald Mauritsch war von der Variante jedoch nicht abgeneigt.
Zur weiteren Verbesserung der Verkehrssituation in Wolfsberg wollen die Grünen neben einer fußgängerfreundlichen Altstadt auch kürzere Fahrintervalle beim City-Bus. "Derzeit fährt er stündlich. Das erste Mal um 8 Uhr und das ist für arbeitende Menschen zu spät", so Habsburg. Weiters will man auch eine "Querverbindung" aus dem Westen längs der Bahngleise vom Merianweg, über den Hackenweg, den Bahnhof, über die Schleifenstraße, Martin-Luther-Straße bis zur Bahnkreuzung Priel installieren. "Ein Teil des Verkehrs könnte so in der Spanheimer Straße vermieden werden", so Habsburg.














