Rauchfangkehrer als lebende Glücksbringer
Sie bringen Glück und entrußen Kamine: Zu Silvester haben Rauchfangkehrer Hochsaison.
Seit Jahrhunderten gelten sie als Glücksbringer, nicht nur zu Silvester: Rauchfangkehrer, so wie Jürgen Maier aus Wolfsberg einer ist. Die Zunft der rußigen Glücksbringer entstand im Mittelalter: 1221 wurde erstmals die Kehrung der Feuerstätten und Kaminen vom Babenbergerherzog Leopold II. befohlen.
Bald erkannte man, dass verschmutzte Rauchfänge Hauptursache für Brände waren und wie wichtig es ist, sie zu reinigen. Ein neuer Berufsstand war geboren, der vor Unheil schützte. Damals wie heute gelten Rauchfangkehrer daher als Glückssymbol.
Zwar noch nicht seit Jahrhunderten, aber immerhin schon seit ungefähr 1850 wird der Rauchfangkehrer-Meisterbetrieb Maier in Wolfsberg in der vierten Generation geführt. Jürgen Maier lernte den Beruf von der Pike auf, schloss 1997 die Meisterprüfung ab und übernahm vor zehn Jahren den Betrieb von seiner Mutter Ingrid. Im heurigen Jubiläumsjahr stockte er sein Team auf, das nun vier Mann stark ist, und übersiedelte in die Herrengasse 6.
Dass sich Leute freuen, wenn der Rauchfangkehrer kommt, erlebt Maier immer wieder. Immerhin entrußt er nicht nur Kamine, es bringt auch Glück, wenn man einem Rauchfangkehrer begegnet oder seinen Jackenknopf berührt. "Besonders ältere Menschen schätzen den Kontakt zu Rauchfangkehrern, die in mehrfacher Sicht Glück bringen", so Maier.
Über die Jahrhunderte veränderte sich das Berufsbild durch technische Fortschritte. Durch moderne Heizungen ist die Brandgefahr weit geringer als früher. Heutzutage sind Rauchfangkehrer auch Energieberater und Brandschutzsachverständige. Und so erweiterte Maier im Herbst das Produktangebot um den Verkauf von Pelletsöfen und Feuerlöschern.















