Edlen und reinen Wein schenken Winzer ein
Auf zehn Hektar wird im Lavanttal Wein angebaut. Doch der Weg von der Traube zum Wein ist lang. Im Vorjahr wurden 25.000 Flaschen produziert.

Foto © APAMitte September werden frühe Sorten gelesen, Ende Oktober ist die Lese der Spätsorten abgeschlossen
Der Weinbau im Lavanttal hat seit knapp 40 Jahren Tradition. "Das Tal beherbergt zehn Hektar Weingärten. Der Großteil wurde 2005 und 2006 gepflanzt und kommt heuer in Vollertrag", sagt Erwin Gartner aus St. Andrä, der auf 2,8 Hektar Wein anbaut und Projektbetreuer im Bereich Weinbau im Obst- und Weinbauzentrum St. Andrä ist.
Im Vorjahr wurden 25.000 Flaschen Qualitätswein produziert. "Das war mehr, als die restlichen Kärntner Weinanbau-Gebiete zusammen", so Gartner, der mit seiner Familie der größte Weinproduzent im Tal ist. Neben den Gartners gibt es das Weingut der Familie Klade in St. Michael (2 Hektar), den Weinbau Lenzbauer in Wolfsberg (1,2 Hektar), das Obst- und Weinbauzentrum der Landwirtschaftskammer in St. Andrä (1 Hektar) - um die Größten zu nennen - sowie etliche kleinere. Insgesamt zählt der Bezirk 25 Winzer. Heuer beginnt die Lese zehn Tage früher als sonst. Gartner: "Wegen dem heißen März und April. Somit war der Austrieb zehn Tage früher, als sonst. Auch der trockene und heiße Sommer trug dazu bei." 2010 wurde zwar auch früh begonnen, aber aus einem anderen Grund: "Damals drohte aufgrund der großen Niederschlagsmengen die Fäulnis", begründet Gartner.
Händische Wein-Lese
Die Frühsorten (Müller Thurgau, Regent) werden Mitte September gelesen, die Hauptsorten (Chardonnay, Sauvignon blanc, Weißburgunder und Zweigelt) in der ersten Oktoberhälfte, bei den Spätsorten (Rheinriesling, Blauer Burgunder) wird die Lese Ende Oktober abgeschlossen sein. Gelesen wird händisch. Gartner: "Wenn das Wetter mitspielt, rechnen wir heuer mit einem Vollertrag. Dann könnten wir auf 40.000 Flaschen kommen." Obwohl die Hälfte der Weinflächen eingenetzt ist, um die Reben vor Hagel und Vögeln zu schützen, könnte ein Hagel der Ernte schaden. Oder viel Regen. "Das wäre Gift für Beeren in der Reife", so der Experte. Laut Gartner komme die Kärntner Gastronomie immer mehr auf den Geschmack von Lavanttaler Wein. "Auch bei Weinbewertungen konnten die Lavanttaler Winzer tolle Erfolge erzielen, vor allem bei Weißweinen", ist Gartner stolz.
Features
Fakten:
Produzenten. Derzeit gibt es 25 Winzer im Tal. Größte Produzenten: Weinbau Familie Gartner in St. Andrä (2,8 Hektar), Weingut Familie Klade in St. Michael (2 Hektar), Weinbau Lenzbauer in Wolfsberg (1,2 Hektar), Obst- und Weinbauzentrum der Landwirtschaftskammer in St. Andrä (1 Hektar), Weinbau Familie Janko in St. Paul (0,6 Hektar), Buschenschank Lippitz vulgo Oberländer im Granitztal (0,5 Hektar), "Vinum Paulinum" des Stiftes St. Paul (0,4 Hektar).
Verkauf. Interspar, "Wein&Co" (City Arkaden), Lagerhaus, Museum.















