Plakat-Flut sorgt weiter für Unmut
Veralterte oder nicht genehmigte Werbeplakate zieren weiterhin viele Straßen in Wolfsberg. Erst Anfang 2012 sollen Rahmenbedingungen für Neuregelung in Kraft treten.

Foto © KLZDieses Plakat bei der St. Michaeler Straße weist auf eine bereits längst zurückliegende Veranstaltung hin
Entlang der Straßen durch das Stadtgebiet von Wolfsberg mehren sich seit Monaten Werbetafeln, Hinweisschilder und Transparente für Veranstaltungen. Im Dezember des Vorjahres teilte die Stadtgemeinde Wolfsberg gemeinsam mit den Stadtwerken mit, diesem "Schilderwald" samt der "wilden" Plakatierung den Kampf anzusagen. Ein einheitliches, ansprechendes Gesicht für die gesamte Beschilderung wurde in Aussicht gestellt. Abgesehen von ein paar wenigen Teilerfolgen - der wahre Durchbruch ist noch nicht gelungen, wie ein Lokalaugenschein der Kleinen Zeitung beweist.
Auf vielen Ständern, Zäunen und Lichtmasten hängen viele Plakate, die auf bereits Wochen zuvor stattgefundene Veranstaltungen hinweisen. Kurios: An der St. Michaeler Straße prangert eine Veranstaltung vom 19. Juni, die schlussendlich abgesagt wurde.
Ebenfalls weiter für Plakatierungen herhalten muss das Brückengeländer an der Bayerhofen-Kreuzung, obwohl dort ein Schild mit der Aufschrift "Plakatieren verboten" angebracht wurde.
Anzeige und Strafen
Der verantwortliche politische Referent, Stadtrat Mario Woltsche (ÖVP), dazu: "Ja, wir kennen diese Probleme. Hauptsächlich werden sie von auswärtigen Veranstaltern verursacht, die dann erst erhoben werden müssen und schwer in den Griff zu bekommen sind." Sobald künftig jedoch ein Verursacher bekannt wird, werde es ihm zufolge Anzeigen bei der Behörde mit entsprechenden Strafen geben. Alle nicht genehmigten Schilder wurden von Gemeindearchitektin Ursula Kraxner bereits ausfindig gemacht, deren Besitzer erhoben und wegen Verbesserung der Situation angeschrieben. Kraxner: "Das Echo ist bisher leider mehr als gering. Speziell von den Hausbesitzern der oberen Stadt hat sich noch niemand gemeldet."
Woltsche gibt sich dennoch optimistisch, dass die vereinbarte Neuregelung der Werbetafeln mit April 2012 zum Tragen kommt.














