Autofahrer zu Unrecht "geblitzt" ?
Seit dem Vorjahr gilt auf der Raiffeisenstraße in Wolfsberg Tempo 30. Die Beschilderung rund um das Lagerhaus ist jedoch nicht für alle Fahrer eindeutig. Möglicherweise muss nun nich gezahlt werden.

Foto © EckriederWo die Auenstraße in die Tanglstraße mündet, steht eine 30er-Tafel
Seit im Herbst Tempo 30 in der Raiffeisenstraße in Wolfsberg herrscht, wurden rund 600 Autofahrer "geblitzt". Ein Wolfsberger wies die Kleine Zeitung darauf hin, dass in der Tanglstraße vom Tenorio Richtung Lagerhaus-Tankstelle die 30er-Zone nicht ersichtlich ist und man die Strafe beeinspruchen kann.
Die Strafabteilung der Bezirkshauptmannschaft (BH) Wolfsberg bestätigt, dass man nicht zahlen muss, "wenn Schilder nicht sichtbar" sind. Ein Lokalaugenschein ergab, dass es zwar am Ende der Auenstraße eine 30er-Tafel gibt, diese jedoch für Fahrzeuge, die vom Kreisverkehr auf der Tanglstraße kommen, nur schwer ersichtlich ist. Ebenso die 30er-Bodenmarkierung in der Raiffeisenstraße.
Berufen wird laut BH nur selten. Doch die Chancen, nicht zahlen zu müssen, stehen gut: "Wenn die hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass für den Lenker die Erkennbarkeit der Geschwindigkeitsbeschränkung nicht beziehungsweise nur eingeschränkt gegeben ist, wird einer Berufung im Regelfall nachgegeben", heißt es seitens der BH. Bescheide können binnen zwei Wochen ab Zustellung beim Strafreferat der BH beeinsprucht werden. Sobald die Strafe bezahlt wird, ist diese jedoch nicht mehr anfechtbar.
Verkehrsreferent Heinz Hochegger (FPK) kündigt für Herbst neue Verordnungen an, die auch den Bereich Bahnhof und Lagerhaus betreffen: "Nachdem wir keinen Schilderwald wollen, wird es keine zusätzlichen Schilder geben, vermutlich aber eine Bodenmarkierung, die ins Auge sticht." Übrigens: Der eingangs erwähnte "geblitzte" Wolfsberger musste seine Strafe nicht bezahlen.














