Weltbekannter Künstler kehrt zurück
Heute ist die Vernissage der Hoke-Ausstellung auf Schloss Wolfsberg.

Foto © ForstnerGiselbert Hoke im Gespräch mit Andreas Henckel-Donnersmarck
WOLFSBERG. Es war 1946, als Kärntens inzwischen weltbekannter Maler Giselbert Hoke aus seinem bescheidenen Nachkriegsdomizil auf Schloss Wolfsberg - Originalzitat "hinausgeschmissen" - wurde: "Meine Arbeiten wurden einfach vernichtet," sagte der 84-Jährige gestern.
Heute kehrt der Kunstprofessor erstmals mit einer exzellenten Ausstellung (Vernissage um 19 Uhr) ins Schloss zurück. "Mit sonderbarem Gefühl. Man könnte zwar meine Arbeiten auch heute hier vernichten, aber das würde schon einen Haufen Geld kosten," meint Hoke verschmitzt. Hausherr Graf Andreas Henckel- Donnersmark darauf fast abbittend: "Das waren damals meine Urahnen und ich war noch nicht geboren. Wir freuen uns jetzt sehr über diese Ausstellung." Positive Erinnerungen an Wolfsberg hat Hoke dennoch einige. Vor allem an die Malerfamilie Schüßler, die ihn seinerzeit oft mit Essen versorgt habe. "Und an den damals ganz jungen Karl Schüßler, mit dem mich bis zu seinem Tod im Vorjahr eine tiefe Freundschaft verband."
Flüchtige Begegnungen mit Maler Josef Benedikt Habernig und dessen Gattin Christine Lavant seien noch präsent, so Hoke. Die ausgestellten 49 Werke unter dem Titel "Unsichtbare Landschaft" erklärt Hoke folgend: "Ich suche mir einen Platz. Oft in der Toscana. Schaue genau hin und male genau das, was ich nicht sehe." Die Ausstellung ist von morgen bis 28. August immer dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. KURT FORSTNER














