Schlagholz wird neuer Wolfsberger Bürgermeister
Die SPÖ verteidigte in ihrer Hochburg Wolfsberg den Bürgermeistersessel: Bei der Wahl am Sonntag entfielen 61,82 Prozent der Stimmen auf ihren Kandiaten Hans-Peter Schlagholz. Auf Heinz Hochegger (FPK) entfielen 29,73 Prozent, ÖVP-Kandidat Mario Woltsche wurde von 8,45 Prozent gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 67,47 Prozent.

Foto © KLZ/TraussnigHans-Peter Schlagholz (SPÖ) bei der Stimmabgabe in der Berufsbasisschule Wolfsberg
Als am Sonntag knapp nach 17 Uhr Hans-Peter Schlagholz den Wolfsberger Rathausfestsaal betrat, kannte der Jubel bei seinen Sympathisanten keine Grenzen mehr. "Nicht so fest, meine Rippe ist ziemlich lädiert", sagte Schlagholz, als ihn einer seiner Genossen herzte. Er hatte sich vergangene Woche bei seiner Wahlkampf-Tour eine Rippe gebrochen.
Seifried überboten
Schlagholz erreichte bei der Bürgermeisterwahl 61,82 Prozent und schaffte somit im ersten Wahlgang die notwendige Mehrheit. Er überbot damit sogar die Prozentmarke seines Vorgängers Gerhard Seifried (SPÖ), der 2009 auf 56,39 Prozent kam und im März nach 13 Jahren seinen vorzeitigen Rücktritt erklärte. Der Sonntag war allerdings zu keiner Zeit ein Wahlkrimi, wie er von einigen "Experten" noch vor Tagen prophezeit wurde: Sie sahen Schlagholz mit Vizebürgermeister Heinz Hochegger (FPK) in einer Stichwahl.
Hochegger kam jedoch nur auf 29,73 Prozent. Dementsprechend enttäuscht zeigte er sich in einer ersten Reaktion: "Der Wähler hat entschieden, das akzeptiere ich. Ich gratuliere Schlagholz zum Sieg. Dass ich in den ländlichen Gebieten nicht so ankam, hätte ich nicht gedacht", so Hochegger, der sich bereits 2009 gegen Seifried geschlagen geben musste und damals ebenso knapp 30 Prozent erreichte. Weit abgeschlagen landete ÖVP-Stadtrat Mario Woltsche mit 8,45 Prozent: "Ein paar Stimmen mehr hätten es schon sein können, aber ich bin nicht unzufrieden", so Woltsche. Die Wahlbeteiligung lag übrigens bei 67,47 Prozent.
Trotz des Triumphes muss sich Schlagholz und sein Team eine Mehrheit im Gemeinderat suchen. Das wird insofern spannend, da es derzeit eine "Geheimkoalition" zwischen FPK und ÖVP gibt. Im Gemeinderat hält die SPÖ bei 15 Sitzen, die FPK bei 14, die ÖVP bei fünf und die Grünen bei einem Sitz.



















