Strom für 600 Haushalte
Anfang nächsten Jahres soll neues Wasserkraftwerk im Arlinggraben in Betrieb gehen. Kritik an fehlenden Anrainer-Infos wird zurückgewiesen.
I m Arlinggraben bei St. Michael in der Gemeinde Wolfsberg wird seit Kurzem gebaggert: Eine Kärntner Firma errichtet dort bis Ende 2011 ein Wasserkraftwerk. "Anfang 2012 gehen wir in Probebetrieb, danach können bis zu 600 Haushalte mit CO 2-freier Energie versorgt werden", so ein Sprecher der Firma. Sowohl er, als auch die Firma wollen namentlich nicht genannt werden.
3,2 Kilometer lange Leitung
Der saubere Strom wird mittels eines Generators über eine Freistrahlturbine erzeugt, welche die Wassermengen des Arlingbaches am Ende der 3,2 Kilometer langen Druckleitung auffängt. "Die Leitungen führen vom Staubecken beim Gasthof Sulzbacher unter der öffentlichen Gemeindestraße bis zum Gasthof Erlachschmied. Das Gefälle beträgt 120 Meter", so der Sprecher.
Kritik übte kürzlich eine Anrainerin über die angeblich mangelnde Informationspolitik. "In einer überfallartigen Aktion ist die Baufirma an eine Grundeigentümerin herangetreten und hat mit einem Formular um Grabbewilligung auf ihrem Grundstück angefragt. Auch andere Anrainer wussten bis vor Kurzem nicht, dass hier ein Kraftwerk entsteht", wundert sich Gabriele Six aus Hattendorf.
Seitens der Stadt Wolfsberg heißt es: "Es handelt sich um einen privaten Investor. Von uns wurden nur die wasserrechtlichen Bewilligungen für alles, was den öffentlichen Grund berührt, erteilt", sagt Baureferent Heinz Hochegger (FPK).
Auch der Firmensprecher weist die Anschuldigungen der Anrainerin zurück: "Die Genehmigungsverfahren laufen seit rund fünf Jahren und sind rechtsgültig. Alle Grundeigentümer wurden informiert und hatten Einspruchsrecht." Und er fügt hinzu: "Um Kosten zu sparen, wurde diese Anrainerin von der Baufirma um Graberlaubnis auf ihrem Grundstück gebeten. Dabei handelt es sich aber um einen Einzelfall, der von der Baufirma ausging."













