Wolfsberger Kasernen-Areal wird nun geteilt
Sivbeg hat die Kaserne in Wolfsberg neu ausgeschrieben: Nun sind Gebäude und Grund getrennt käuflich. Bis 1. Juni können sich Interessenten melden.

Foto © FriedlErst war das Kasernen-Areal als Ganzes ausgeschrieben, nun sind Gebäude und freie Fläche getrennt käuflich
Seit knapp viereinhalb Jahren steht die Aichelburg-Kaserne in Wolfsberg leer. Am Preis scheiterten bislang die Verhandlungen zwischen der Verkaufsgesellschaft Sivbeg und der Stadt Wolfsberg als Interessenten. Immerhin wollte die Republik 3,5 Millionen Euro für das gesamte Areal, das Erstgebot der Stadt lag bei 2,4 Millionen Euro. Und aufgrund der Wirtschaftskrise revidierte die Gemeinde ihr Angebot 2009 sogar nach unten: 1,9 Millionen Euro war das Letztgebot, was der Sivbeg ein Lächeln kostete.
Nun hat die Sivbeg das Areal neu ausgeschrieben. "Das Gebäude und das Grundstück sind jetzt getrennt erhältlich. Beides ist mit je rund einer Million Euro bewertet", sagt Ernst Eichinger von der Sivbeg. Bis 1. Juni läuft die Ausschreibung. Einen Interessenten soll es bereits geben, nähere Infos gibt Eichinger aber nicht preis.
Bei Umwidmung teurer
Doch billiger scheint die Kaserne nur auf den ersten Blick geworden zu sein. "Wir haben im Vertrag eine Nachbesserungsklausel, sollte es eine höherwertige Widmung geben", so Eichinger. Heißt im Klartext: Erfolgt binnen 15 Jahren eine höherwertige Nutzungskategorie (Wohngebiet, Gewerbegebiet), muss der Käufer "für jeden Quadratmeter neu gewidmeter Fläche eine Kaufpreisnachzahlung von 50 Prozent der allfälligen Differenz vom Verkehrswert leisten". Ob die Sivbeg in diesem Fall wieder auf die ursprünglich verlangten 3,5 Millionen Euro kommt? "Wenn die Nachbesserung schlagend wird, ja", so Eichinger.
Bei der Umwidmung hat die Gemeinde das letzte Wort. Vorgespräche zwischen Stadt und Sivbeg habe es bereits 2006 gegeben. Die Widmungen ,Wohngebiet' und ,Gewerbegebiet' seien realistisch. Immerhin ist die derzeitige militärische Nutzung unbrauchbar.
Über die Neu-Ausschreibung wusste weder der amtsführende Bürgermeister Wolfgang Knes (SPÖ) noch Vizebürgermeister und Baureferent Heinz Hochegger (FPK) Bescheid. "Interesse am Areal ist grundsätzlich da. Aber nur, wenn der Preis stimmt", so Hochegger. Ideen, was man damit machen könnte, gab es schon viele: angefangen von einem Wohnpark bis hin zu einem Sicherheitszentrum für Einsatzkräfte.
Features
Wer bietet mehr?
Neu-Ausschreibung: Bis 1. Juni (12 Uhr) läuft die Ausschreibung der Sivbeg. Gebäude und Grund sind getrennt erhältlich.
Gebäude: Mindestpreis des Gebäudes (4400 Quadratmeter Nutzfläche, 7659 Quadratmeter Grund) beträgt 974.000 Euro.
Grund: Mindestpreis für Grund hinter der Kaserne (10.208 Quadratmeter): 936.000 Euro.















