Rathaus frisst jährlich 68.000 Euro an Strom
60 Prozent der Stromkosten seien dem Licht zuzuschreiben, der Rest - also rund 27.000 Euro - der Heizung. Umrüstung der Heizung käme zu teuer.
Das Wolfsberger Rathaus wird mit Strom beheizt. "2009 haben die Stromkosten 43.849,22 Euro betragen", sagt die Grünen-Gemeinderätin Monika Eichkitz. Und so brachten die Grünen im November 2010 einen Antrag ein, damit Rathaus und alle übrigen Amtsgebäude der Stadt von Elektroheizung auf Fernwärme beziehungsweise erneuerbare Energie umgestellt werden.
Der jüngste Gemeinderat befasste sich mit dem Antrag, der von allen - abgesehen von Eichkitz - abgelehnt wurde. Grund: zu teuer. Laut Baureferent Heinz Hochegger (FPK) koste die Heizungsumstellung 876.000 Euro, Finanzreferent Wolfgang Knes (SPÖ) rechnet gar mit einer Million. Rund die Hälfte der Heizkosten ließe sich durch eine Umstellung sparen.
Knes zufolge hat das Rathaus im Vorjahr 68.000 Euro an Strom gefressen. "Das ist der gesamte Verbrauch, davon fallen jedoch 60 Prozent auf Lichtstrom. 40 Prozent beträgt der Heizstrom, also rund 27.000 Euro", so Hochegger. Wie die Grünen auf rund 44.000 Euro kommen, wisse er nicht: "Meine Zahlen habe ich aus dem Bauamt." Hochegger zufolge würde sich die Umstellung finanziell "erst nach 115 Jahren" rechnen, laut Knes "bereits" nach 30 Jahren.
Knes findet den Grünen-Vorschlag zwar "super" - derzeit sei die Umrüstung aber finanziell nicht möglich. Eichkitz zur Ablehnung: "Es verwundert mich, dass angesichts der aktuellen Energiedebatte an der teuren, ineffizienten und ökologisch zweifelhaften Elektroheizung festgehalten wird."















