32 Seelen und der heilige Josef
Wölfnitz auf der Saualpe ist die kleinste Pfarre Kärntens. Seit drei Jahren wird die Kirche restauriert. Heute steigt ein Fest zu Ehren des heiligen Josefs.
Mit 32 Seelen ist das Bergdorf Wölfnitz auf der Saualpe die kleinste Pfarre Kärntens. Trotzdem gibt es hier auf über 1100 Meter Seehöhe gleich zwei historische Kirchen, die von Pfarrer Johann Nepomuk Wornik betreut werden. In einer davon, der Pfarrkirche, findet heute um 10 Uhr das Fest zu Ehren des heiligen Josefs statt.
"Besonders stolz bin ich auf die Figur unseres Landesschutzpatrons des heiligen Josefs. Die gibt es in jenen sieben Kirchen, die ich betreue, nur hier in Wölfnitz", so der Pöllinger Pfarrer. Der heilige Josef wacht über Familien, Handwerker in Holzberufen und Menschen auf der Flucht. Mit der Nähe der Pfarrkirche zum circa einen Kilometer entfernten Asylantenheim hat der Josefitag für Pfarrer Wornik daher eine besondere Bedeutung. "Auch der heilige Josef flüchtete mit seiner Familie nach Ägypten. 2000 Jahre später ist das Thema Flucht aktueller denn je", spielt der Geistliche auf die politischen Unruhen in Nordafrika an und fügt hinzu: "Beim heutigen Fest möchten wir diese Menschen in unsere Gebete einschließen."
Besonders freut es ihn, dass trotz der wenigen Menschen, die in Wölfnitz leben, der Gottesdienst gut besucht ist. "Die Kirche ist mit rund 60 Personen immer gut gefüllt. Die Leute kommen sogar aus Wolfsberg. Vor allem Senioren nützen die Gelegenheit für einen Tagesausflug auf die Alm."
Glocke wird elektrifiziert
Seit drei Jahren wird die Kirche nun schon gründlich restauriert. "Das ging nur mithilfe zahlreicher freiwilliger Arbeitsstunden aus der Bevölkerung. Heuer wird noch die Glocke elektrifiziert, damit sie drei Mal täglich automatisch läutet", freut sich der Geistliche über den Abschluss der Restaurierungsarbeiten.















