Stadtwerke sollen Arena übernehmen
Vorschlag von Trettenbrein (FPK) sieht Einsparungspotenzial für Stadt vor. SPÖ lehnt ab.
WOLFSBERG. Im Streit rund um die Budgetkürzungen der Gemeinde für die Lavanttal-Arena macht FPK-Chef Harald Trettenbrein einen neuen Vorschlag. Geht es nach ihm, so sollen Stadion und Sporthalle in die Stadtwerke (Stw) - eine 100-Prozent-Tochter der Gemeinde - eingegliedert werden. "Damit wäre der gesamte Freizeitbereich in Händen der Stw, Stadionbad und Eventhalle sind sowieso schon dort", sagt Trettenbrein, demzufolge die Stadt so Geld einsparen könnte. "Die interne Verrechnung der Stadionarbeiter zwischen Gemeinde und Bauhof fiele weg."
Laut Trettenbrein habe die Gemeinde im Vorjahr 181.000 Euro an Personalkosten für das Stadion bezahlt. "Wenn die drei fixen Stadionarbeiter der Gemeinde zu den Stw wandern würden, ließen sich auf einen Schlag 60.000 Euro einsparen. Denn ein Arbeiter kostet maximal 40.000 Euro im Jahr." Außerdem wäre das Stadion "in einem wirtschaftlich denkenden Betrieb besser aufgehoben. Dann hätte das Polit-Hickhack ein Ende." Detail am Rande: Der Stw-Beirat ist großteils politisch besetzt.
Stw-Geschäftsführer Dieter Rabensteiner: "Wenn die Politik in diese Richtung denkt, werden wir uns zusammensetzen. Aber es stellt sich die Frage, was uns eine Übernahme auf der Einnahmenseite bringt." Vizebürgermeister und Sportreferent Wolfgang Knes (SPÖ) reagiert ablehnend: "Der Freizeitbereich der Stw wird immer ein Minus schreiben. Wenn jetzt die Arena dazukommt, wäre das Minus dort noch größer." Darüber hinaus bezweifelt er, dass die Personalkosten niedriger ausfallen würden. FRANZ HOLLAUF















